Archiv für das Tag 'Ostseebäder'

Jan 17 2011

Binz – Sellin – Göhren (1)

Autor: . Abgelegt unter Ostseebäder

Nach längerer Zeit möchte ich Ihnen wieder eine Wanderung vorstellen, denn bei uns im Süden Deutschlands scheint schon der Frühling ausgebrochen zu sein und wir haben gestern bereits die Wandersaison 2011 gestartet und ich möchte Sie neugierig auf die Insel machen.

Wir gehen direkt zum Strand, wandern diesen in Richtung Sellin, kurz nach den letzten Häusern geht es eine Treppe steil empor zum Hochuferweg, oder wir wandern noch 200 – 300 m weiter am Strand und steigen dann in der Piratenschlucht hoch.

Vom Hochuferweg hat man immer wieder traumhafte Ausblicke auf das Meer und Rückblicke nach Binz, vor allem natürlich im Frühjahr und Spätherbst, wenn die Blätter noch fehlen oder schon zu Boden gefallen sind. Im Frühjahr finden wir Buschwindröschenteppiche und im Sommer viel Schatten vor.

Nach viel Bergauf und -ab empfiehlt sich dann ein kurzer Abstecher zum Schwarzen See, im Frühjahr findet und hört man die Erdkröten auf ihrem Weg zum Laichen.

Seebrücke Sellin ©walker

Seebrücke Sellin ©walker

Bald haben wir dann Sellin erreicht, entweder zurück auf den Hochuferweg oder direkt auf dem Waldweg. Schön ist der Blick auf die fast 400 m lange Seebrücke. Die 1. Brücke – mit über einem halben Kilometer Länge – entstand um 1906, um den Badegästen das Anlanden zu erleichtern. Immer wieder wurde die Brücke durch Stürme und Eis beschädigt bzw. ganz zerstört.

1978 musste die ganze Anlage abgerissen werden und wurde 1998 nach originalem Vorbild, allerdings in Stahl und Beton wieder hergestellt.

Hier kann man nach dem Abstieg über die Himmelsleiter im Palmengarten oder Kaiserpavillon einkehren oder mit Schiff nach Binz zurückfahren.

Keine Kommentare

Aug 25 2010

Lietzow – Binz (2)

Autor: . Abgelegt unter Ostseebäder

Wenn wir die ersten Häuser des Kolosses von Prora erreichen, verlassen wir den Strand, um diese gigantische Ferienanlage, die im 3. Reich begonnen, aber zu Beginn des 2. Weltkriegs wurden die Bauarbeiten eingestellt und das Projekt daher nie fertiggestellt, näher in Augenschein zu nehmen. Einige der 500 m langen Häuser, die vorgesehenen Verbindungsbauten wurden nicht mehr gebaut, sind nur noch Ruinen, andere sind zwar fast fertig, aber werden nicht genutzt und nur wenige Teile werden z.B. als Museen genutzt, wobei diese durch wechselnde Konzepte und auch Eigentümerwechsel immer in ihrem Bestand gefährdet sind.

Am vielleicht schönsten Sandstrand Rügens erreichen wir das größte Ostseebad Binz.

Strandpromenade Binz ©walker

Strandpromenade Binz ©walker

Das 1318 als Fischerdorf Byntze erstmals urkundlich erwähnt wurde. Den Aufschwung vom verschlafenen Dorf zum meistbesuchten Seebad auf der Insel Rügen verdankt Binz dem Fürsten zu Putbus. Um 1830 baden seine Gäste an der Mündung des kleinen Flüsschen Ahlbeck. Aufgrund fehlenden Wellengangs in Lauterbach, ließ der Fürst am Strand der Prorer Wiek Badebrücken bauen. In Schilfhütten und Badekarren konnten seine Gäste sich entkleiden und wurden in den Badekarren von Pferden ins Wasser gezogen. Die um die Jahrhundertwende entstandenen Hotels und Villen im Stil der Bäderarchitektur prägen das Ortsbild von Binz. Die vornehmlich zwischen 1890 und 1910 errichteten Villen, Pensionen und Hotels zeichnen sich durch reich ornamentierte, weiße Holzfassaden, Türmchen, Erker und viele Wintergärten und Balkonvorbauten mit Holzschnitzereien aus.

Vor wenigen Jahren wurde das Kurhaus als Wahrzeichen von Binz komplett renoviert. Das Haus besteht aus einem länglichen Hauptbau und zwei Seitenflügeln, denen an der Spitze jeweils zwei Geschosse aufgesetzt sind. Durch die abschließenden Zeltdächer wirken sie wie kleine Türme, besonders interessant wirkt Binz, wenn man den Ort von der Seebrücke aus betrachtet.

Streckenlänge: ca. 20 km, flach, kaum asphaltiert,

Keine Kommentare