Jan 08 2012
Wie macht man am besten auf Rügen Urlaub?
Diejenigen Leser, die diesen und andere Blogs von mir regelmäßig lesen, können sich meine Antwort auf diese Fragen denken, natürlich in einer Ferienwohnung, wo denn sonst.
Warum ist aber gerade auf Rügen eine Ferienwohnung so wichtig und zwar ziemlich unabhängig von der Jahreszeit, man hat mehr Platz als in einem Pensions- oder Hotelzimmer, man muss sich nicht zum Frühstücken schon schick machen, sondern kann es sich ganz gemütlich machen, es ist meist sehr viel preisgünstiger und man muss nicht immer zum Essen gehen, sondern kann sich je nach Wunsch mal etwas mehr oder weniger Aufwendiges zubereiten.
Doch wie findet man die richtige Wohnung, sich die umfangreichen Kataloge der verschiedenen Badeorte und Städte zu beschaffen, ist aufwendig und freut eigentlich nur die Druckindustrie, die deutsche Post und die Altpapiersammler. Viel einfacher können Sie an der Ostsee eine Ferienwohnung online finden, allerdings sollten Sie sich schon vorher Gedanken machen, wo Sie hinfahren wollen, in die lebhaften Ostseebäder oder eher auf dem flachen Land im Norden oder in der Hügellandschaft von Mönchgut, oder doch eher bei der Kreideküste oder ringsum Putbus.
Wichtig ist auch die Beantwortung der Frage, ziehen Sie eine Wohnung in einer der großen, aber gottseidank meist noch nicht überdimensionierten Wohnanlagen oder in einer kleineren Anlage vor oder stehen Sie eher auf Einzelwohnungen oder Einzelhäuser, vielleicht sogar mit familiären Anschluss und Betreuung vor.
Für mich ist die Antwort klar, ich mag keine großen Wohnanlagen, sondern ich bin eher für intimere, übersichtliche Anlagen und wie ich auf hier auf dem Blog schon berichtet habe, es ist oftmals ganz toll, wenn man in einem alten reetgedeckten Ferienhaus mit Kaminofen in Alleinlage seinen Urlaub verbringen kann.
Wo Sie auch hingehen, wie Sie auch wohnen, ich bin sicher, Rügen ist eine Reise wert und wird Ihnen immer in guter Erinnerung bleiben, allerdings sollten Sie an den Steilküsten vor allem nach längeren Regen- und oder Sturm- und Frostperioden (beim Auftauen) doch Vorsicht walten lassen und vielleicht nicht immer den Blick auf die Küste und das Meer von der äußersten Kante aus werfen.

Wir starten wie bei der vorherigen Wanderung bei der Kirche und steigen hinauf zum Kammweg und gehen sofort wieder hinunter nach Gager und zum Hafen. Dort wenden wir uns nach rechts auf einen Damm neben dem Campingplatz und folgen zunächst dem Damm, der sich zuerst nach Norden und dann nach Osten in Richtung Lobbe windet. Vor einem kleinen Wäldchen endet der Weg und Sie gehen auf einem Trampelpfad zwischen Feldern und einem Graben nach Lobbe.
Nach Umrundung der Hügel können Sie auf dem Dammweg weiter gehen und nach den ersten Häusern auf einem Feldweg nach Groß Zicker hineingehen und durch den Ort, vorbei am Pfarrwitwenhaus und der großen Stechpalme zur Kirche und zum Parkplatz oder Sie wandern weiter zum Fischereihafen und dann direkt zum Parkplatz.
Vorbei an der spätgotischen Dorfkirche, der um 1360 errichteter Backsteinbau ist das älteste Gebäude auf Mönchgut und liegt inmitten eines Friedhofs, auf dem noch fast einhundert verwittere Grabwangen aus der Zeit um 1900 stehen, steigen wir hinauf zur höchsten Erhebung, den 66 m hohen Bakenberg, der uns eine herrliche Rundumsicht ermöglicht, an klaren Tagen ist wie vom Südperd aus die Insel Usedom am Horizont zu erkennen. Zunächst geht es auf dem Kammweg in Richtung Nonnenloch, halten uns im Zweifel jedoch immer rechts, d.h. zur Gagerschen Seite, denn dorthin steigen wir nach dem Ortsende ab und folgen dem beschilderten Hochuferweg: Im Frühjahr finden wir unzählige Frühlingsblüher, wie z.B. den Lerchensporn. Die Hänge vor dem Nonnenloch sind im April gelb, denn hier blühen unzählige Schlüsselblumen, im Sommer kann man auch auf Schlangen beim Sonnen treffen. Der Abstieg zum Nonnenloch und ein kurzes Verweilen am Strand lohnen sich immer.
Das Nordperd ist eine bewaldete Landzunge, die tief in die Ostsee hineinragt. Mit 60 Meter über dem Meeresspiegel bildet das Nordperd den östlichsten Punkt der Insel. Unmittelbar am Kliff bietet sich eine fantastische Aussicht auf die Küste der Insel Usedom sowie auf die Greifswalder Oie. In nordwestlicher Richtung sind kann man Sassnitz und die Kreideküste der Halbinsel Jasmund erkennen. Direkt unter dem Nordperd erstreckt sich die 1907/08 erbaute 450 m lange Mole, die dem Schutz des Kliffs dient.
Wir gehen auf dem Hochuferweg zu der Aussichtsplattform über dem Südstrand, als wir auf einem schmalen, ganz alten Pfad zwei Nordic-Walker die Steilküste hochklettern sehen, ohne Rücksicht auf die Natur, auf das eigene Leben und die entsprechenden Hinweisschilder. Man ist in solchen Momenten fast versucht, diesen Unverbesserlichen irgendetwas nicht ganz Nettes zu wünschen, tut es aber dann doch nicht.
