Archiv für das Tag 'Kleinbahnhof'

Mai 07 2011

Garftitz – Seedorf – Baabe (1)

Autor: . Abgelegt unter Ostseebäder

Eine ganz andere Route über viel freie Fläche führt über Seedorf nach Baabe, daher muss man sich vor bei starkem Wind, der auf der Insel ja nicht gerade selten ist, in welche Richtung man die Wanderung macht, denn lange gegen den Wind anzukämpfen, dämpft den Genuss oft nachhaltig.

Vom Kleinbahnhof gehen wir durch den Kopfstein gepflasterte Kastanienallee nach Lancken-Granitz und wenden uns kurz nach der Kirche nach links und vorbei an einer Ferienanlage erreichen wir den Damm um den Neuensiener See, dem wir nach Norden bis zu einem kleinen Sträßchen folgen.

Hier wenden wir uns erneut nach links und kommen über eine lange, schmale Brücke, die bis vor wenigen Jahren auch noch mit dem Auto benutzt werden konnte nach Seedorf.

73 uferweg v seedorfWir durchqueren den Ort in Richtung Süden und folgen einem Naturpfad entlang des Schilf bewachsenen Ufers, das wir dann verlassen und gehen dann am Hang eines Eichenwaldes entlang, machen einen kurzen Abstecher zu einer Ginsterheide und erreichen teilweise über einen Bohlenweg den Aufstieg zur Moritzburg. Hier konnten wir letzthin einen Seeadler beobachten.

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Feb 12 2011

Binz-Jagdschloss-Sellin

Autor: . Abgelegt unter Allgemein

Wir gehen in Binz zur evangelischen Kirche und steigen dort den Berg hinauf zum Parkplatz am Klünderberg und folgen der Beschilderung zum Jagdschloss (der Weg führt teilweise neben der für den privaten Autoverkehr gesperrten Straße zum Schloss). Das klassizistische Jagdschloss Granitz ließ Fürst Malte von Putbus auf dem höchsten Punkt Ostrügens, dem 105 m hohen Tempelberg, 1836 errichten und liegt damit im Naturschutzgebiet Granitz. Das recht gut erhaltene Schloss im florentinischen Rundbogenstil mit 4 Ecktürmen kann besichtigt werden, die historischen Ausstellungsräume geben einen Einblick in den fürstlichen Lebensstil und das Repräsentationsbedürfnis des 19. Jahrhunderts.

65 Treppe aufwärts21844 wurde im Innenhof der markante, 38 m hohe Aussichtsturm nach Plänen von Schinkel eingefügt, er ist weithin sichtbar und erlaubt tolle Ausblicke auf Mönchgut oder Binz, wenn man schwindelfrei ist und die gusseiserne Treppe, die immer den Blick nach unten erlaubt, erklimmen kann.

Das lohnt sich aber nur bei guter Fernsicht, ist das nicht der Fall, genießen wir dafür Kaffee und Kuchen oder einem kleinen Imbiss die rustikale Atmosphäre in der „Alten Brennerei“ im Gewölbekeller des Schlosses.

Jetzt können wir auf nicht ganz einfachem Wege zum Hochufer gehen, denn das letzte Stück vom Radweg zum Hochuferweg ist nicht ausgeschildert, und dann der vorher beschriebenen Route folgen. Wir steigen allerdings meist zum Kleinbahnhof Garftitz ab, der Abzweig zur Fürstenaussicht lohnt eigentlich nicht, wir folgen daher der Ausschilderung nach Sellin, die uns bald entlang der Kleinbahn führt und fast immer begegnet uns hier der rasende Roland. Vor allem, wenn er nach Putbus fährt und die Lok damit vorwärts, schlägt das Fotografenherz höher und wenn man ihn mal nicht sieht, dann hört man ihn Pfeifen und Schnaufen. An warmen Tagen haben Sie hier vielleicht sogar das Glück eine Ringelnatter oder Kreuzotter zu sehen.

Vor Sellin können wir zum Bahnhof Sellin West gehen oder direkt in den Ort und zum Kleinbahnhof Ost, auch der Weg zum Hochufer und weiter nach Baabe ist möglich oder wir gehen geradeaus durch den Ort zum Südstrand und kommen so nach Göhren oder Baabe.

Streckenlänge bis Sellin West: 13  km, anfangs einige An- und Abstiege, später flach, kaum asphaltierte Strecken.

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