Okt
14
2009

herbert
Natürlich kann man Kraniche auf Rügen auch bei Tage beobachten, wenn man weiß, wo man sie finden kann und wenn man einige Grundregeln zum Schutz der Vögel des Glücks beachtet, damit sie nich unnötig gestört und aufgeschreckt werden.

Zunächst einmal muss man die Fluchtdistanzen beachten, diese sind bei Radfahrern und Fußgänger mindestens 300 m, beim Auto (sofern man nicht aussteigt) 150-200 m. Wenn auch Wildgänse mit den Kranichen zusammen sind, können die Fluchtdistanzen auch größer sein.
Wenn man Vögel aus dieser Entfernung beobachtet und wirklich etwas erkennen will, dann braucht man ein sehr gutes Fernglas oder ein Fernrohr. Wir verwenden immer beides wechselseitig.
Fotografieren ist nur mit einer Kamera mit extrem Tele sinnvoll, so hat meine Frau ein Objekt mit 500 mm und ich habe bei meiner Digitalkamera umgerechnet 450 mm, zwar könnte ich noch einen Digitalzoom dazuschalten, aber darunter leidet die Bildqualität doch sehr stark.
Kraniche findet man im westlichen Bereich von Jasmund, in Zentral- und Westrügen und zwar meistens auf abgeernteten Maisfeldern.
Tags: abgeerntetes Maisfeld, Fluchtdistanz Kranich, Jasmund, Kranich, Kraniche, Vögel des Glücks, Westrügen, Zentralrügen
Okt
07
2009

herbert
Wir beginnen unsere Wanderung in der Ortsmitte in Richtung Südosten und gehen zunächst auf Feldwegen bis an den Rand des Spykersees. Hier folgt zunächst ein Radweg aus Elastobeton durch den Wald, dann durch den Schilf- und Sanddorngürtel, der Mittel- und Spykersee umgibt. Im Oktober kann man abends Kraniche bei ihrem Anflug zum Nachtquartier beobachten, aber man sollte darauf achten, dass die sensiblen Vögel nicht aufgeschreckt werden.
Auf der Brücke überqueren wir die Verbindung zwischen den beiden Seen und wandern schließlich auf einem Feldweg Richtung Schloss Spyker.
Das rostrot verputzte Renaissanceschloss mit 4 großen runden Ecktürmen wurde Ende des 16. Jahrhunderts errichtet und war Sitz der Herrschaft Spyker. Der schwedische Feldmarschall Carl Gustav von Wrangel erhielt 1648 nach Beendigung des 30-jährigen Krieges für seine außerordentlichen Verdienste das Schloss als Geschenk von der schwedischen Krone.
Er gab dem Schloss seine noch heute erhaltene äußere Form und ließ im 1. OG wertvolle Stuckdecken einziehen. Nach dem Tode Wrangels 1676 kam Spyker in den Besitz der Fürsten zu Putbus.
In den 60iger Jahren war es FDGB-Ferienheim, seit 1992 wird es als Hotel und Restaurant genutzt.
Wir folgen der Hotelzufahrt bis zur Verbindungsstraße Sagard – Glowe, an der wir uns nach rechts wenden. In Bobbin steigen wir hinauf zur St. Paulikirche, die um 1400 aus Feldsteinen – einer Rarität auf Rügen – errichtet wurde und die in früheren Jahrhunderten einer der Rüganer Wallfahrtskirchen war.

Der massive Turm entstand erst 100 Jahre später. Das älteste Ausstattungsstück, eine Kalksteinfünte aus der Zeit um 1300 stammt wohl aus der Vorgängerkirche. Die hölzerne Kanzel mit Schalldeckel entstand 1622 im Stil der Spätrenaissance. Eine barocke Überformung und Neuausstattung der Kirche erfolgte unter dem Patronat des schwedischen Generals und Feldmarschalls Carl Gustav von Wrangel in der Zeit von 1649 bis 1676.
Tags: Feldsteinkirche, Jasmund, Kirche Bobbin, Schloss Spyker, Spykersee