Archiv für das Tag 'Bodden'

Nov 25 2013

Unerwarteter Begleiter

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Als wir bei unserem letzten Rügenbesuch von Neuenkirchen nach Rappin wanderten, trafen wir bei einem Hof auf einen älteren Schäferhund. Vorsichtshalber machten wir einen kleinen Bogen, um dem Hund auszuweichen. Doch das war umsonst, denn er begleitete uns die nächsten Kilometer bis fast nach Banzelvitz. Wenn wir mal stehen blieben, um zu fotografieren, dann hat er sich ganz einfach hingelegt und gewartet, bis wir weitergingen. Manchmal, wenn er eine Spur roch oder im Bodden etwas getrunken hat, schien es so, als hätte er die Begleitung beendet, doch dann rannte er so schnell er konnte, um uns ein- und dann zu überholen.

IMG_0399Wir wussten nicht, wie wir den Hund heimschicken konnten. Daher versuchten wir die Telefonnummer des Hofbesitzers herauszubekommen, was über die normale Auskunft nicht möglich war. Dann riefen wir den Ferienhausvermittler an und die freundliche Mitarbeiterin schaffte es mit einer nicht so einfachen Recherche die Nummer zu entdecken. Doch leider meldete sich niemand.

Erst als uns ein Radfahrer mit einem Schäferhund entgegenkam, machte unser unerwarteter Begleiter kehrt und ging heim. Wir wanderten weiter nach Rappin, wo wir überraschender Weise einen Hofladen mit Cafe vorhanden. Da die Zeit zum Einkehren etwas kurz war, haben wir uns nur im Laden umgeschaut und etwas aufgewärmt, natürlich haben wir auch etwas mitgenommen. Dann ging es mit dem Bus mit einem Umweg über Gingst, aber ohne Umsteigen zurück nach Neuenkirchen.

Abends haben wir uns dann erkundigt, ob unser Begleiter auch gut nach Hause gekommen ist, was der Fall war.

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Feb 28 2011

Rügens Eisgürtel

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6 eis und strand hpWenn es länger kalt ist auf Rügen, umgibt ein mehr oder weniger breiter und dicker Eisgürtel die Insel. Die Ostsee ist teilweise weit hinaus zugefroren, z.B. in Sassnitz oder auch in Mönchgut, während man in Glowe das Meer völlig eisfrei ist, nur die weißen Kappen der Buhnen erinnern neben dem Wind und den kalten Temperaturen noch an Winter.

Man kann auf dem Wasser wandeln, naja nicht direkt, aber auf den Eisflächen, denen man oftmals noch die Wellenbildung ansieht.

Die See und Bodden sind ebenfalls zugefroren und laden die Mutigen zum Eislaufen oder zum Gehen auf dem Eis ein, doch wenn man das Eis dann knacken hört, dann wird einem doch etwas mulmig und man strebt dem (rettenden) Ufer entgegen.

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Mai 13 2010

Ralswiek – Neuenkirchen

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schloss ralswiek ©walker

schloss ralswiek ©walker

Eine Wanderung, die man am besten außerhalb der Zeit der Störtebecker-Festspiele durchführt, da man sonst etwas Probleme mit dem Parken in Ralswiek hat. Kurz gehen wir zum Jasmunder Bodden, dann durch den Schlosspark und am Schloss vorbei im Wald aufwärts.

Nach einer kurzen Strecke auf der Straße folgen wir einem Wanderweg nach Norden und kommen wieder in Boddennähe. Über Moiselbritz erreichen wir den Campingplatz Banzelvitzer Berge, den wir entweder durchqueren oder auf der Landseite umgehen.

In den Banzelvitzer Bergen dominieren Stieleiche, Hasel und Vogelkirsche. Ein Steilhangwald steht auf dem inaktiven Kliff am Großen Jasmunder Bodden. Hier brüten auch Uferschwalben in kleinen Kolonien, während Grauammer, Neuntöter und Sperbergrasmücke zu den Brutvögeln der Banzelvitzer Berge zählen.

Über eine schmale Landzunge, die den Großen Jasmunder Bodden vom Tetzitzer Bodden trennt, erreichen wir die Halbinsel Liddow, auf der die Fernsehserie „Robbie“ gedreht wurde.

Der 568 Hektar große Tetzitzer See prägt das seit 1990 unter Naturschutz stehende Gebiet. Er ist durch den Liddower Strom mit den Boddengewässern verbunden. Die Seeufer haben einen nahezu geschlossenen Schilfröhrichtsaum, der im Süden seine größte Ausdehnung aufweist. Der Tetzitzer See hat als Rastgewässer große Bedeutung.

Wir überqueren den Liddower Strom und erreichen auf der Straße unser heutiges Ziel, Neuenkirchen. Die Neuenkirchener Kirche besitzt das älteste noch erhaltene, aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts stammende Glockenspiel auf Rügen.

Streckenlänge: ca. 14 km, überwiegend flach, im Bereich der Banzelvitzer Berge etwas hügelig, teilweise asphaltiert.

Varianten

Man kann die Wanderung auch in Moiselbritz oder Kartitz beginnen. Vor den Banzelvitzer Bergen lohnt auch ein Abstecher nach Rappin. Mit dem Bau der Backsteinkirche wurde bereits um 1300 begonnen, interessant das kreuzrippgengewölbte Langhaus mit einer Kalksteintünfte aus den den Anfängen der Kirche und der erst um 1635 erbaute hölzerne Glockenturm.

Kirche Rappin ©walker

Kirche Rappin ©walker

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