Archiv für die Kategorie 'Jasmund'

Jul 12 2010

Lietzow – Binz (1)

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Wieder starten wir in Lietzow und gehen kurz am kleinen Jasmunder Bodden entlang, ehe wir durch ein kleines Waldstück, die berühmten Feuersteinfelder erreichen, eine geologische Besonderheit, die es sich anzusehen lohnt.

Feuersteinfelder ©walker

Feuersteinfelder ©walker

Die Feuersteinfelder bei Mukran sind einzigartig an der deutschen Ostseeküste. Sie liegen, teilweise bis zu 4 m dick, zwischen Mukran und Prora im Nordteil der schmalen Heide und sind ein bekanntes Ausflugsziel. Sie werden auch das „Steinerne Meer“ genannt und haben eine Fläche von 40 ha, bei einer Breite von 200 m und einer Länge von 2 km.

Feuersteine wurden und werden auch heute noch vom Meer aus den Kreideabbrüchen, z.B. auf der Halbinsel Jasmund ausgewaschen. Aus den feinen Teilen entstand der wunderschöne weiße Sandstrand der Prorer Wiek. Die schweren Findlingsblöcke blieben vor der Steilküste liegen. Die Feuersteine rollte die See bei starken Stürmen auf dem Meergrund entlang. Während einer Serie von starken Sturmfluten vor etwa 3.500 bis 4.000 Jahren wurden die Steine dann an diesem Ort angelagert.

1840 wurde die schmale Heide mit einem Kiefernwald bepflanzt, der heute die Feuersteinfelder eng umrahmt. Seit 1935, als das Gebiet unter Naturschutz gestellt wurde, konnten sich viele Bäume, Sträucher und weitere Pflanzenarten ungestört entwickeln. Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts und zuletzt von Mitte der 70er-Jahre bis Anfang der 90er-Jahre des 20. Jahrhunderts wurde durch teilweise Einzäunung und Wildbesatz versucht, die ca. 14 offen liegenden Feuersteinwälle vor einer zu starken Entwicklung der Vegetation zu schützen.

Wir durchqueren die Feuersteinfelder der Länge nach Richtung Süden, denen sich eine Heidelandschaft anschließt, ehe wir zum Strandwald und zum Strand wechseln und entlang der Proraer Wiek direkt am Wasser nach Süden wandern.

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Mrz 28 2010

Lietzow – Glowe

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Schloss Spyker

Schloss Spyker

Wir stellen unser Auto bei der Kirche in Glowe ab und fahren mit dem Bus nach Lietzow.

Werfen einen Blick auf das weiß leuchtende und frisch renovierte „Schlösschen Lichtenstein“ und wenden uns dann zum Großen Jasmunder Bodden und gehen am Badestrand und dem Restaurant Essente vorbei zum Hochuferweg, dem wir mit gemäßigtem Auf- und Ab und herrlichen Ausblicken in Richtung Ralswiek mit Schloss und Banzelvitzer Berge folgen.

Anschließend geht es am Schilfufer des Boddens entlang weiter, vor dem Wind immer wieder durch Sanddornbüsche geschützt, vorbei am Martinshafen und einem beliebten Surfgebiet kommen wir dann nach Polchow.

Rechts oben grüßt die Kirche von Bobbin.

In Polchow gehen wir kurz nach rechts und dann links durch ein Schrebergartengebiet und sehen bald Schloss Spyker, das Sie zu einer kurzen Rast besuchen können.

Wir gehen allerdings auf dem Wanderweg weiter, erreichen einen geschützten Dammweg, überqueren auf einer Brücke die Verbindung zwischen Mittel- und Spykersee und sind bald darauf in Glowe.

Streckenlänge: ca. 18 km, anfangs Auf und Ab, später flach, kaum asphaltiert.

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Jan 19 2010

Sagard – Lietzow (2)

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Leider hat es nicht geklappt mit einem Besuch auf der winterlichen Insel, da bleibt nur die Erinnerung:

Nur wenige Schritte entfernt, finden wir den alten Wasserturm, mit dem bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts Schloss Semper versorgt wurde, das im Privatbesitz befindliche renovierte Schloss ist durch eine Zaunanlage geschützt und kann nicht besichtigt werden.

In Lietzow finden wir eine Kopie des Schlosses Lichtenstein.

23 schloss lietzow Kopie

Es wurde 1891 als Wohnhaus von dem Ingenieur errichtet, der 1868 den Bau des Straßen- und Eisenbahndammes zwischen dem großen und kleinen Jasmunder Bodden leitete und der die Halbinsel Jasmund mit Zentralrügen verbindet. Im Ort kann man die Museumsscheune mit Hofladen oder den Bücherbahnhof im ehemaligen Güterbahnhof von Lietzow, mit modernem Antiquariat besuchen, was wir eigentlich vorziehen.

In der Umgebung von Lietzow fand man 1827 ca. 20.000 Feuerstein-Werkzeuge aus der jüngeren Steinzeit, sodass man sogar von der Lietzow-Kultur spricht.

Streckenlänge: ca. 14 km, anfangs überwiegend flach, auf und ab im Semperwald, kaum asphaltiert.

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Jan 01 2010

Sagard – Lietzow (1)

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Wir starten am Marktplatz und nach Besichtigung der Kirche wenden wir uns nach Westen und erreichen – eine Plattenbausiedlung links liegen lassend – ein Verbindungssträßchen zum Jasmunder Bodden, als sich dieses nach rechts wendet, gehen wir geradeaus auf einem Feldweg weiter.

 Bald sind wir am Martinshafen, der allerdings kaum eines längeren Besuchs bedarf, sondern wir wenden uns nach Süden. Zuerst geht es wenige Schritte auf der Straße und dann am Schilfgürtel des Boddens entlang nach Süden.

Hier kann man links im Herbst oft Kraniche auf abgeernteten Maisfeldern erleben. Doch da diese durch Wanderer leicht gestört und aufgeschreckt werden, verzichten wir zur Kranichzeit auf diese Wanderung und beobachten die Vögel des Glücks aus dem Auto.

Vorbei an einer imposanten Schwarzpappel erreichen wir schließlich den Semperwald, wie manch andere Landschaftsparks auf Rügen, eine Außenstelle der IGA Rostock. Hier wenden wir uns zum Hochufer und wandern auf dem schönen Hochuferweg weiter.

 

Allerdings lohnt sich auch ein Abstecher zu den Hexenbuchen, so wird die Süntelbuche wegen ihre bizarren Wuchses auch genannt, sie ist als Mutation der Buche eine dendrologische Rarität. Diese Krüppelbuchen sind zu jeder Jahreszeit eine Attraktion. Belaubt bilden sie ein fast regenundurchlässiges Kuppeldach, nach dem Laubfall sind die schlangenförmigen, mehrfach durch Knickwuchs ineinander verschachtelte Astgebilde zu bewundern.

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Dez 13 2009

Sassnitz – Sagard

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21 hafen m fürstenhof Kopie

 

 

 Wir starten am Hafen Sassnitz und steigen markierten Wanderwegen folgend über die Krampaser Berge hoch, überqueren die Verbindungsstraße Buddenhagen – Lancken und wenden uns in nordwestlicher Richtung und erreichen durch den Wald Rusewase.

Hier verlassen wir den Nationalpark, dessen Gebiet umfasst den bis auf 161 m über die See aufragenden, überwiegend aus Kreidekalk aufgebauten und bewaldeten Höhenrücken der Stubnitz, die Steilufer und einen 500 m breiten, dem Strand unmittelbar vorgelagerten Bereich der Ostsee.

Der Nationalpark hat eine Größe von 3.003 ha. Davon sind 2.123 ha von Wald und 673 ha von der Ostsee eingenommen. Die verbleibenden Flächen verteilen sich auf Moore, Strand, Wiesen, Weiden sowie kleinflächige Siedlungsbereiche.

Wir gehen auf dem als Straße bezeichneten Feldweg weiter bis Promoisel. Kurz danach verlassen wir das Sträßchen Richtung Südwesten. Von Mönkendorf aus, können wir entweder direkt nach Sagard gehen oder nahe der Bahnlinie zum Bahnhof, falls wir mit der Bahn zurückfahren möchten.

Streckenlänge: ca. 16 km, anfangs langer Anstieg, kaum asphaltiert

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Nov 29 2009

Lohme – Königsstuhl – Sassnitz (Varianten)

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Beim Königsstuhl können Sie noch die Erlebniswelt Kreide des Nationalparkzentrums besichtigen, damit können Sie dann auch die Aussichtsplattform des Königsstuhls besuchen.

Statt nach Sassnitz zu wandern, kann man auch über den Herthasee und Herthaburg sowie Pfenniggrab und Schwierenzer Baumhaus zurück nach Lohme gehen.

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Der fast kreisförmige Herthasee ist ungefähr 170 m lang, 140 m breit und 11 m tief und liegt direkt am Wanderweg zwischen dem Besucherparkplatz in Hagen  und dem Königsstuhl liegt. An seinem nordöstlichen Ufer befindet sich die Herthaburg eine bis zu 17 m hohe Wallanlage aus der Zeit der slawischen Besiedlung vom 8. bis 12. Jahrhundert.

Die Göttin Hertha soll auf Rügen vor allem im Herbst einen von Kühen gezogenen Wagen bestiegen haben und hierin über das Land gefahren sein. Nach dieser Fahrt, die eine festliche und friedliche Zeit mit sich brachte, wurde der Wagen und die Göttin selbst in dem entlegenen See gebadet, wobei diejenigen, die ihr dabei halfen, anschließend von dem See verschlungen wurden.

Wobei man sich dieses eher grausame Geschehen im strahlenden Sonnenschein sicher weniger gut als an einem nebligen Novembertag vorstellen kann.

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Nov 22 2009

Lohme – Königsstuhl – Sassnitz (2)

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Wir wandern auf dem Hochuferweg weiter nach Sassnitz, für den wir durch das ständige Bergauf und Bergab und die schönen Aussichten meist länger benötigen als sonst für einen 8 km langen Wanderweg. Einkehren können Sie in der Waldhalle bei den Wissower Klinken. Außerdem haben Sie die Möglichkeit am Kieler Ufer, am Hengst, in der Piratenschlucht und beim Parkplatz am Wedding zwischen Hochufer und Strand zu wechseln. Es kann dabei immer wieder einmal vorkommen, dass ein Abstieg wegen Rutschungen gesperrt ist.

Wenn Sie die Kreideküste von unten erleben wollen, können Sie auch am Königsstuhl absteigen und auf dem kiesigen und mit Feuersteinen durchsetzten Strand bis zum Kieler Ufer wandern und dann die Treppenanlage hinauf zum Hochuferweg benutzen.

Die Kreidefelsen sind ca. 70 Mill. Jahre alt und verdanken ihren Namen der geologischen Periode der Kreidezeit. Kreide besteht fast vollständig aus Kalziumkarbonat, ist also organischen Ursprungs. Es sind die Schalen und Gehäusereste von winzigen einzelligen Lebewesen, die während der Kreidezeit im Verlaufe von etwa 3 Mio. Jahren im Meer hunderte Meter hoch abgelagert wurden. 1 g Kreide besteht aus 50 000 Schalenresten.

Besonders schön ist die Aussicht von der Arndtsicht, doch wie stark sich die Kreideküste laufend verändert, konnte man vor einigen Jahren erleben, als die berühmten Wissower Klinken durch einen Kreideabrutsch ihrer Schönheit beraubt wurden.

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In Sassnitz können Sie noch die idyllische Altstadt mit vielen Beispielen der Bäderarchitektur besichtigen, die daran erinnern, dass der Ort um 1900 Rügens größtes, auch international bekanntes Seebad war. Seine Gäste wurden mit Luxus verwöhnt und genossen den Aufenthalt als gesellschaftliches Ereignis. Lang, lang ist es her. Heute ist Sassnitz mit seinen rund 15000 Einwohner in erster Linie ein industrielles Zentrum.

Wenn Sie noch Zeit haben oder nicht zu müde sind, haben Sie von der langen Mole einen schönen Blick auf Hafen und Stadt und können über eine moderne Brückenanlage zur Bushaltestelle aufsteigen, um mit dem Bus nach Lohme zu gelangen. Oder Sie genießen einfach das lebhafte Treiben am Fischereihafen.

Streckenlänge: ca. 19 km, stetes Auf und Ab, anstrengend, einige lange Treppenanlagen, kaum asphaltiert.

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Nov 04 2009

Lohme – Nardevitz – Kreidebrüche – Lohme

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Eine Wanderung, die im Frühjahr durch die vielen Frühlingsblumen und die freie Sicht aufs Meer besticht, vor allem im Bereich des Uferweges. Wir starten am westlichen Ortsausgang von Lohme auf einem Feldweg, von dem nach einigen hundert Meter der Uferpfad abzweigt und in unterschiedlicher Höhe der Uferkante folgt.

Wir steigen dann hoch nach Nardevitz, nur im Sommer sollten Sie dem Uferweg noch ein paar hundert Meter folgen, dann sehen Sie unzählige, bis zu 2 m hohe Schachtelhalme. Dann kehren Sie zum Aufstieg nach Nardevitz zurück. In Nardevitz gehen wir über die Hügelkette – im Frühsommer finden Sie häufig Rapsfelder oder Klatschmohn in den Getreidefeldern – nach Süden in Richtung Opferstein und Kreidebrüche.

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Oberhalb der Kreidebrüche haben wir einen herrlichen Ausblick über die Insel bis zum Kap Arkona und nach Hiddensee, im Süden sehen Sie den Kirchturm von Bergen.

Dann steigen wir hinab zum Lehrpfad im Kreidebruch Gummanz. Hier können Sie das 1998 eröffnete Museum Gummanzer Kreidebruch mit restaurierter Werkhalle besuchen. Im Museum erfährt der Betrachter alles über die Entstehung des weißen Goldes, wie Kreide auch genannt wird, und über die 200-jährige Geschichte des Abbaus, der Gewinnung und Verwertung der Kreide auf Rügen. Darüber hinaus erhält man einen Einblick in den technologischen Ablauf, da noch alte Schlemmbecken, die alte Transporttechnik sowie vielfältige Geräte der manuellen Kreidegewinnung zu bestaunen sind.

Auf einen abwechslungsreichen Wanderweg wird dem Besucher durch Hinweisschilder und Informationstafeln die im Kreidebruch vorhandene Flora und Fauna nahegebracht.

Vom Museum wir kehren in weitem Bogen über Poissen und Nipmerow nach Lohme zurück.

Streckenlänge: 18 km, An- und Abstiege, kaum asphaltiert

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Okt 11 2009

Glowe – Lohme (2)

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Nach der Besichtung der Kirche umrunden wir diese auf dem Weg zum Tempelberg mit schönem Ausblick auf den Jasmunder Bodden.

Auf dem ersten Teilstück nach Neddesitz, wo wir auf dem Radweg parallel zu Straße wandern, kann man im Herbst in den abgeernteten Maisfelder Kraniche beobachten, die zum Schauen und Fotografieren verleiten, allerdings durch Wanderer leicht aufgeschreckt werden und dann in Schwärmen auffliegen.

Vor der Feriensiedlung folgen wir über einen Hügel dem Wanderweg zum Kreidemuseum und Kreidebruch in Gummanz, wo uns schon von Weitem der sogenannte kleine Königsstuhl im Kreidebruch in hellem Weiß begrüßt, besonders schön ist es, natürlich, wenn er von der Sonne angestrahlt wird.

 12 kreideburch gummanz Kopie

Auf der Wanderung haben wir keine Zeit, das sehenswerte Museum mit seinem Freilichtbereich anzuschauen, sondern gehen am Rand des Kreidebruchs hoch zum kleinen Königsstuhl und genießen den Blick nach Bergen, Stralsund und Hiddensee.

Wir gehen wieder ein kleines Stück den Hügel hinunter und steigen dann in einem windgeschützt zwischen zwei Hecken verlaufenden Pfad hoch zum 2. Kreidebruch, umrunden diesen weiter ansteigend.

Auf der Höhe des 132 m hohen Kikberg haben wir nicht nur die Ausblicke wie vom kleinen Königsstuhl sondern auch auf die Schaabe und Kap Arkona.

Auf kaum erkennbarem Grasweg wandern wir zum Wald, durchqueren diesen und erreichen bei herrlichem Sonnenschein Nipmerow. Auf Feldwegen erreichen wir leicht fallend schließlich den hoch über dem Ufer gelegenen Ort Lohme.

Streckenlänge: 20 km Länge, mit Anstiegen, teilweise auf Radwegen neben der Straße

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