Archiv für die Kategorie 'Das Inselinnere'

Jun 18 2010

Kartitz – Bergen

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Am besten fahren wir am Morgen mit dem Bus von Bergen nach Kartitz und werfen dort zunächst einen Blick auf die einzige barocke Gutsanlage auf Rügen mit der schönen Parkanlage.

Dann wenden wir uns nach Süden und folgen dem Feldweg zu den Woorker Berge. Das eindrucksvolle Hügelgräberfeld von Woorke (slawisch: Hügelchen) ist das größte zusammenhängende Hügelgräberfeld Norddeutschlands und erstreckt sich auf einem sandigen Hügelkamm im Grenzgebiet von Woorke, Patzig und der Wüstung Klein Banzelvitz. Die Durchmesser der Hügel liegen im Durchschnitt bei 30 m, die Höhe bei 6 m. Aus Grabungen Anfang des 19. Jahrhunderts blieb heute nur noch eine Keramikschale erhalten, die der slawischen Zeit (800-1200 n. Chr.) angehört.

Wir durchqueren den Ort Patzig, wo man ein kleines Mühlenmuseum mit einer Motormühle als technisches Denkmal besichtigen kann und gehen entlang des östlichen Ufers des Nonnensees nach Bergen.

Streckenlänge: ca. 11 km, flach, teilweise asphaltiert

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Mai 13 2010

Ralswiek – Neuenkirchen

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schloss ralswiek ©walker

schloss ralswiek ©walker

Eine Wanderung, die man am besten außerhalb der Zeit der Störtebecker-Festspiele durchführt, da man sonst etwas Probleme mit dem Parken in Ralswiek hat. Kurz gehen wir zum Jasmunder Bodden, dann durch den Schlosspark und am Schloss vorbei im Wald aufwärts.

Nach einer kurzen Strecke auf der Straße folgen wir einem Wanderweg nach Norden und kommen wieder in Boddennähe. Über Moiselbritz erreichen wir den Campingplatz Banzelvitzer Berge, den wir entweder durchqueren oder auf der Landseite umgehen.

In den Banzelvitzer Bergen dominieren Stieleiche, Hasel und Vogelkirsche. Ein Steilhangwald steht auf dem inaktiven Kliff am Großen Jasmunder Bodden. Hier brüten auch Uferschwalben in kleinen Kolonien, während Grauammer, Neuntöter und Sperbergrasmücke zu den Brutvögeln der Banzelvitzer Berge zählen.

Über eine schmale Landzunge, die den Großen Jasmunder Bodden vom Tetzitzer Bodden trennt, erreichen wir die Halbinsel Liddow, auf der die Fernsehserie „Robbie“ gedreht wurde.

Der 568 Hektar große Tetzitzer See prägt das seit 1990 unter Naturschutz stehende Gebiet. Er ist durch den Liddower Strom mit den Boddengewässern verbunden. Die Seeufer haben einen nahezu geschlossenen Schilfröhrichtsaum, der im Süden seine größte Ausdehnung aufweist. Der Tetzitzer See hat als Rastgewässer große Bedeutung.

Wir überqueren den Liddower Strom und erreichen auf der Straße unser heutiges Ziel, Neuenkirchen. Die Neuenkirchener Kirche besitzt das älteste noch erhaltene, aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts stammende Glockenspiel auf Rügen.

Streckenlänge: ca. 14 km, überwiegend flach, im Bereich der Banzelvitzer Berge etwas hügelig, teilweise asphaltiert.

Varianten

Man kann die Wanderung auch in Moiselbritz oder Kartitz beginnen. Vor den Banzelvitzer Bergen lohnt auch ein Abstecher nach Rappin. Mit dem Bau der Backsteinkirche wurde bereits um 1300 begonnen, interessant das kreuzrippgengewölbte Langhaus mit einer Kalksteintünfte aus den den Anfängen der Kirche und der erst um 1635 erbaute hölzerne Glockenturm.

Kirche Rappin ©walker

Kirche Rappin ©walker

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Apr 22 2010

Lietzow-Bergen (2)

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Bergen ist als Kreisstadt von Rügen mit ca. 20 000 Einwohnern sowohl geografischer Mittelpunkt Rügens als auch Verwaltungszentrum und Verkehrsknotenpunkt für Straße, Schiene und Bus, von dem alle Teile der Insel schnell erreicht werden.

1193 ließ Fürst Jaromar I. von Rügen ein Nonnenkloster in der Nähe der fürstlichen Residenz auf dem Rugard errichten. 1539 wurde die Klosteranlage in ein adliges Damenstift umgewandelt. 1732-1736 erfolgte der Bau der heute noch vorhandenen Stiftsgebäude. Heute zeigen sich den Besuchern beide Stiftsgebäude erfolgreich saniert, in denen vor allem das Stadtmuseum Bergen und Schauwerkstätten untergebracht sind.

Die Marienkirche in Bergen ist das älteste Sakralgebäude Rügens (Baubeginn um 1170) und eine der schönsten Backsteinkirchen des dänisch-norddeutschen Raums. Sie ist dem Lübecker Dom nachempfunden und sollte ursprünglich als Hofkirche dienen, wurde bald aber als Klosterkirche und ab 1380 auch als Pfarrkirche genutzt.

Im 14. Jahrhundert baute man den als romanische Basilika begonnenen Bau in eine gotische Hallenkirche um. Besonders eindrucksvoll sind heute noch die in Chor und Querhaus erhaltenen Fresken.

Streckenlänge: ca. 17 km, leicht hügelig, teilweise befestigte Wege

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