Monatsarchiv für August 2011

Aug 30 2011

Rundwanderung Groß Zicker Varianten

Autor: . Abgelegt unter Mönchgut,Wanderungen

Wir gehen am Nonnenloch nach links am steinigen Strand entlang, bei hohem Wasserstand nicht unbedingt empfehlenswert, sonst lohnt sich der manchmal etwas beschwerliche Weg.

bauerngarten mit pfarrwitwenhaus 1003Nach Umrundung der Hügel können Sie auf dem Dammweg weiter gehen und nach den ersten Häusern auf einem Feldweg nach Groß Zicker hineingehen und durch den Ort, vorbei am Pfarrwitwenhaus und der großen Stechpalme zur Kirche und zum Parkplatz oder Sie wandern weiter zum Fischereihafen und dann direkt zum Parkplatz.

Oben an der  Treppe am Nonnenloch wenden wir uns dann sofort nach Süden, gehen am Hochufer weiter  und kehren über die Hochfläche zu den ersten Häusern von Groß Zicker zurück.

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Aug 19 2011

Nordsee oder Ostsee?

Autor: . Abgelegt unter Allgemein

Diese Frage, gestellt in einer Blogparade, hat für mich  nur eine Antwort: die Ostsee, genauer gesagt, die Ostsee in Meckpomm.

Warum das so ist, ist ganz einfach zu beantworten, ich war mehrmals, meist kurzzeitig an der Nordsee und immer wenn ich Zeit hatte, ans Meer zu gehen, war das Meer nicht da, weil gerade Ebbe war, an der Ostsee ist das Meer immer da. Daher ziehe ich die Ostsee und ganz besonders seine Inseln und Halbinseln vor.

1 skuriller baum KopieDer Weststrand vom Darß sucht seinesgleichen und ebenso der Badestrand von Usedom, doch inzwischen ist – trotz fast 1000 km Entfernung – Rügen fast so etwas wie meine 2. Heimat geworden und es gibt eigentlich keine Zeit, wo es auf Rügen nicht schön ist, allerdings ziehe ich es vor die Sommermonate zu meiden, da sind mir zu viele Touristen auf der Insel, aber der Frühling mit seinen Blumen in den Buchenwäldern und auf Mönchgut, der Frühsommer mit dem weißen Park in Putbus, der bunter Herbst an der sich ständig verändernden Kreideküste mit den herrlichen Sonnenaufgänge. Die gespenstischen Buchenwälder im Novembernebel oder einen Schneesturm im Dezember, den man von der warmen Stube aus genießen kann. Die Eiszeit im Januar und Februar mit seinen bizarren Formen an Strand und Wasser.

Doch am meisten faszinieren die Kraniche im Herbst.

Kurzum, die Nordsee mag schön sein, ich bin ein Fan der Ostsee und von Rügen.

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Aug 15 2011

Den 15. 10.2011

Autor: . Abgelegt unter Allgemein

sollten sich sportlich Ambitionierte und Bewegungswillige dick im Kalender anstreichen, denn an diesem Tag findet der nächster Rügenbrückenlauf statt und schon mehr als 1400 Teilnehmer haben sich angemeldet. Eine interessante Veranstaltung, die jedem Teilnehmer trotz der vorhandenen und etwas störenden Sichtblenden ganz neue Ein- und Ausblicke gestattet, die Sie nur einmal im Jahr genießen können und die nicht zu vergleichen sind mit dem, was Sie bei einer schnellen Autofahrt erleben können.

40 rügenbrücke

Natürlich müssen Sie nicht unbedingt laufen, sondern Sie können auch wandern, aber wenn Sie das wollen, müssen sich sich zum Walken anmelden.

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Aug 12 2011

Rundwanderung auf Großzicker

Autor: . Abgelegt unter Mönchgut,Wanderungen

Wir stellen das Auto am Parkplatz an der Kirche in Groß Zicker ab. Die Halbinsel Groß Zicker ist eine typische Endmoränenlandschaft mit Hügelreihen, sanften Kuppen und Steilufern. Sie markiert den Eisrand eines länger ruhenden Gletschergebietes. Nach Süden flacht die hügelige Endmoränenlandschaft bis auf wenige Meter über Meereshöhe ab. Auch der unregelmäßige Küstenverlauf Mönchguts mit seinen zahlreichen Einbuchtungen und Halbinseln wirkt wie eine kleinformatige Ausgabe der Kontur Gesamtrügens.

9 moränenlandschaftVorbei an der spätgotischen Dorfkirche, der um 1360 errichteter Backsteinbau ist das älteste Gebäude auf Mönchgut und liegt inmitten eines Friedhofs, auf dem noch fast einhundert verwittere Grabwangen aus der Zeit um 1900 stehen, steigen wir hinauf zur höchsten Erhebung, den 66 m hohen Bakenberg, der uns eine herrliche Rundumsicht ermöglicht, an klaren Tagen ist wie vom Südperd aus die Insel Usedom am Horizont zu erkennen. Zunächst geht es auf dem Kammweg in Richtung Nonnenloch, halten uns im Zweifel jedoch immer rechts, d.h. zur Gagerschen Seite, denn dorthin steigen wir nach dem Ortsende ab und folgen dem beschilderten Hochuferweg: Im Frühjahr finden wir unzählige Frühlingsblüher, wie z.B. den Lerchensporn. Die Hänge vor dem Nonnenloch sind im April gelb, denn hier blühen unzählige Schlüsselblumen, im Sommer kann man auch auf Schlangen beim Sonnen treffen. Der Abstieg zum Nonnenloch und ein kurzes Verweilen am Strand lohnen sich immer.

Wir wenden uns sofort nach Osten und steigen durch ein Tal hoch und gehen dann auf dem kürzesten Weg nach Groß Zicker. Wir durchqueren den malerischen Ort und kommen am 1720 erbauten Pfarrwitwenhaus vorbei. Dies ist eines der ältesten noch erhaltenen Häuser auf Rügen, charakteristisch an diesem niederdeutschen Hallenhaus sind das auffällig spitze Rohrdach, der „Zuckerhut“, und die verwendeten Materialien wie Holz und Lehm. Das Pfarrwitwenhaus war eine soziale Einrichtung. Die nach dem Ableben eines Pfarrers mittellosen Witwen erhielten hier Unterkunft und alles zum Lebensunterhalt Notwendige.

Dieses historische Kleinod – seit Langem ein beliebtes Motiv für Maler, Literaten, Fotografen – wird heute als Begegnungsstätte, Museum und Galerie genutzt. Ein typischer Bauerngarten mit auf Mönchgut beheimateten Blumen und Naturpflanzen vollendet die malerische Kulisse.

Streckendetails: ca. 9 km, sehr hügelig, überwiegend Naturwege.

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Aug 01 2011

Herrliches Mönchgut

Autor: . Abgelegt unter Mönchgut

6 kammwegMönchgut ist eine von Moränen geprägte knapp 30 km² große Halbinsel im Südosten Rügens mit mehreren Landzungen wie dem Reddevitzer Höft, Klein und Groß Zicker. Die Bucht zwischen Rügen und dem Reddevitzer Höft heißt Having. Östlich liegt die Insel Greifswalder Oie.

Den Namen erhielt die Halbinsel im Mittelalter, als sie dem Klosters Eldena bei Greifswald gehörte. Fürst Jaromar II. von Rügen hatte das Land Reddevitz, das den größeren Teil der Halbinsel bildet, 1252 dem Kloster übergeben. Den übrigen, südlichen Teil der Halbinsel kaufte das Kloster 1360 von der Familie Bonow. Das Kloster trennte seinen Besitz durch den nördlich von Baabe gelegenen Mönchsgraben vom Rest Rügens ab. Nach der Reformation fiel Mönchgut an den Landesherrn.

Auf Mönchgut wächst Schilfrohr, das zum Decken der Reetdächer, oder wie man in Mecklenburg-Vorpommern sagt: Rohrdächer, verwendet wird. Diese zu Beginn des 19. Jahrhunderts übliche Dacheindeckung ist auf Rügen immer noch relativ weit verbreitet. Sie war besonders kostengünstig, denn jeder Kleinbauer und Fischer konnte das Schilfrohr an den zahlreichen Uferrändern selbst ernten. Das Rohr wird im November geerntet, zu sog. „Schoofen“ gebunden und in Mieten bis etwa zum Frühsommer getrocknet. Für ein normales Dach werden rund 80 Schock Schilfrohr, das sind 4000 Schoofen mit einem Umfang von jeweils 60 cm, benötigt. Ein Rohrdach hält etwa eine Generation, manchmal auch bis zu 60 Jahre.

Die Halbinsel Mönchgut gehört zum Biosphärenreservat Südostrügen. Anders als in Nationalparken, wo die Natur sich ohne Einfluss des Menschen nach ihren eigenen Gesetzen entwickeln soll, ist im Biosphärenreservat der wirtschaftende Mensch als Teil des Schutzkonzepts inbegriffen. Hier wird eine vom Menschen geprägte Kulturlandschaft geschützt, gepflegt und entwickelt. So sollen beispielhaft Wirtschaftsformen entstehen und gefördert werden, die mit den natürlichen, ökologischen Bedingungen in der Biosphäre im Einklang stehen und dazu beitragen, die Lebensgrundlagen des Menschen nachhaltig zu sichern. Dies betrifft jedes Gewerbe, vor allem die Landwirtschaft, Fischerei und Forstwirtschaft, aber auch alle anderen Bereiche von Verkehr und Tourismus bis zu Architektur, Dorfgestaltung und Denkmalschutz.

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