Monatsarchiv für Februar 2011

Feb 28 2011

Rügens Eisgürtel

Autor: . Abgelegt unter Allgemein

6 eis und strand hpWenn es länger kalt ist auf Rügen, umgibt ein mehr oder weniger breiter und dicker Eisgürtel die Insel. Die Ostsee ist teilweise weit hinaus zugefroren, z.B. in Sassnitz oder auch in Mönchgut, während man in Glowe das Meer völlig eisfrei ist, nur die weißen Kappen der Buhnen erinnern neben dem Wind und den kalten Temperaturen noch an Winter.

Man kann auf dem Wasser wandeln, naja nicht direkt, aber auf den Eisflächen, denen man oftmals noch die Wellenbildung ansieht.

Die See und Bodden sind ebenfalls zugefroren und laden die Mutigen zum Eislaufen oder zum Gehen auf dem Eis ein, doch wenn man das Eis dann knacken hört, dann wird einem doch etwas mulmig und man strebt dem (rettenden) Ufer entgegen.

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Feb 27 2011

Den besten Käse

Autor: . Abgelegt unter Einkehrtipps

auf Rügen gibt es meiner Meinung nach ganz unzweifelhaft im Hofgut Bisdamitz und bei jedem Rügenbesuch kaufen wir dort ein. Dabei kaufen wir fast alle Sorten, aber natürlich immer nur wenig.  Der Verkäufer zeigt immer an, wie viel er abschneiden soll und unsere Antwort lautet anfangs immer: Weniger.

Aber dann haben wir doch einige Tage immer herrlichen Käse, vor allem der Schafskäse schmeckt uns ganz besonders gut.

Aber den Einkauf verbinden wir fast immer mit einer Einkehr im Hofcafe, bei dem man leckeren Kuchen erhält und auch warmes Essen, manchmal sogar vegetarisch. Doch noch interessanter als das Essen sind die Kunstdekoexponate, bei denen der Künstler meist Gebrauchsgegenstände kreativ weiterentwickelt und auch im Garten, den man durch die großen Scheiben anschauen kann, spielt die Kunst eine besondere Rolle.

Daher lohnt sich immer ein Besuch.

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Feb 20 2011

Variante: Entlang der Kleinbahn

Autor: . Abgelegt unter Granitz

Wir beginnen wieder wie bei der vorigen Wanderung beschrieben an der evangelischen Kirche und folgen zunächst ab dem Parkplatz am Klünderberg der Beschilderung zum Jagdschloss.

Allerdings wandern Sie dann nur kurz auf bzw. neben der gesperrten Pflasterstraße in Richtung Jagdschloss und wenden sich nach dem freistehenden Haus auf einem Wald- und Reitweg nach rechts und sehen bald die Gleisanlage des rasenden Roland neben uns und gehen meist parallel dazu bis zum Haltepunkt Jagdschloss.

Rasender Roland ©walker

Rasender Roland ©walker

Die rügensche Kleinbahn, liebevoll rasender Roland genannt, wurde 1895 mit der Strecke Putbus – Binz eröffnet, 4 Jahre später führte sie über fast 60 km von Altefähr nach Göhren und 100 Jahre später wurde die Bahn, die noch von Göhren nach Putbus verlief, als Dreischienengleis bis Lauterbach Mole verlängert. Der rasende Roland bietet dem interessierten Reisenden ganzjährig mit täglichem Dampfzugbetrieb, historischen Reisezugwagen und teilweise liebevoll restaurierten Stationen auf der reichlich einstündigen Fahrt durch eine sehr abwechslungsreiche Landschaft pure Eisenbahnromantik. Die Strecke hat eine Länge von 24,2 Kilometern und führt von Putbus über Binz, Sellin und Baabe bis nach Göhren. Die Spurweite beträgt 750 mm, die Züge erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 30 km/h. Der Fahrzeugpark umfasst sechs Dampfloks, zwei Dieselloks sowie verschiedene Reisezugwagen, Packwagen und Güterwagen. Darunter befindet sich auch ein historischer Traditionszug, der auf Wunsch für Sonderzugfahrten eingesetzt wird.

Vom Haltepunkt können wir zum Schloss hinaufsteigen und von dort eine der vorgeschlagenen Alternativen ausführen, wobei wir auch noch das Biosphärenzentrum unterhalb des Schlosses besuchen können.

Als Rundweg können wir über den Hochufer- oder den Radweg nach Binz zurückkehren. Wenn es nicht belaubt ist, sollten Sie allerdings bis zum Wanderparkplatz Klünderberg auf der Höhe bleiben, um den Blick über Binz zu genießen.

Man kann allerdings den Anstieg zum Schloss auch auslassen und vom Haltepunkt nur wenige Schritte in Richtung Schloss gehen und dann in den ersten Waldweg nach rechts einbiegen und nahe der Gleise nach Garftitz und weiter nach Sellin wandern.

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Feb 12 2011

Binz-Jagdschloss-Sellin

Autor: . Abgelegt unter Allgemein

Wir gehen in Binz zur evangelischen Kirche und steigen dort den Berg hinauf zum Parkplatz am Klünderberg und folgen der Beschilderung zum Jagdschloss (der Weg führt teilweise neben der für den privaten Autoverkehr gesperrten Straße zum Schloss). Das klassizistische Jagdschloss Granitz ließ Fürst Malte von Putbus auf dem höchsten Punkt Ostrügens, dem 105 m hohen Tempelberg, 1836 errichten und liegt damit im Naturschutzgebiet Granitz. Das recht gut erhaltene Schloss im florentinischen Rundbogenstil mit 4 Ecktürmen kann besichtigt werden, die historischen Ausstellungsräume geben einen Einblick in den fürstlichen Lebensstil und das Repräsentationsbedürfnis des 19. Jahrhunderts.

65 Treppe aufwärts21844 wurde im Innenhof der markante, 38 m hohe Aussichtsturm nach Plänen von Schinkel eingefügt, er ist weithin sichtbar und erlaubt tolle Ausblicke auf Mönchgut oder Binz, wenn man schwindelfrei ist und die gusseiserne Treppe, die immer den Blick nach unten erlaubt, erklimmen kann.

Das lohnt sich aber nur bei guter Fernsicht, ist das nicht der Fall, genießen wir dafür Kaffee und Kuchen oder einem kleinen Imbiss die rustikale Atmosphäre in der „Alten Brennerei“ im Gewölbekeller des Schlosses.

Jetzt können wir auf nicht ganz einfachem Wege zum Hochufer gehen, denn das letzte Stück vom Radweg zum Hochuferweg ist nicht ausgeschildert, und dann der vorher beschriebenen Route folgen. Wir steigen allerdings meist zum Kleinbahnhof Garftitz ab, der Abzweig zur Fürstenaussicht lohnt eigentlich nicht, wir folgen daher der Ausschilderung nach Sellin, die uns bald entlang der Kleinbahn führt und fast immer begegnet uns hier der rasende Roland. Vor allem, wenn er nach Putbus fährt und die Lok damit vorwärts, schlägt das Fotografenherz höher und wenn man ihn mal nicht sieht, dann hört man ihn Pfeifen und Schnaufen. An warmen Tagen haben Sie hier vielleicht sogar das Glück eine Ringelnatter oder Kreuzotter zu sehen.

Vor Sellin können wir zum Bahnhof Sellin West gehen oder direkt in den Ort und zum Kleinbahnhof Ost, auch der Weg zum Hochufer und weiter nach Baabe ist möglich oder wir gehen geradeaus durch den Ort zum Südstrand und kommen so nach Göhren oder Baabe.

Streckenlänge bis Sellin West: 13  km, anfangs einige An- und Abstiege, später flach, kaum asphaltierte Strecken.

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