Monatsarchiv für November 2009

Nov 29 2009

Lohme – Königsstuhl – Sassnitz (Varianten)

Autor: . Abgelegt unter Jasmund

Beim Königsstuhl können Sie noch die Erlebniswelt Kreide des Nationalparkzentrums besichtigen, damit können Sie dann auch die Aussichtsplattform des Königsstuhls besuchen.

Statt nach Sassnitz zu wandern, kann man auch über den Herthasee und Herthaburg sowie Pfenniggrab und Schwierenzer Baumhaus zurück nach Lohme gehen.

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Der fast kreisförmige Herthasee ist ungefähr 170 m lang, 140 m breit und 11 m tief und liegt direkt am Wanderweg zwischen dem Besucherparkplatz in Hagen  und dem Königsstuhl liegt. An seinem nordöstlichen Ufer befindet sich die Herthaburg eine bis zu 17 m hohe Wallanlage aus der Zeit der slawischen Besiedlung vom 8. bis 12. Jahrhundert.

Die Göttin Hertha soll auf Rügen vor allem im Herbst einen von Kühen gezogenen Wagen bestiegen haben und hierin über das Land gefahren sein. Nach dieser Fahrt, die eine festliche und friedliche Zeit mit sich brachte, wurde der Wagen und die Göttin selbst in dem entlegenen See gebadet, wobei diejenigen, die ihr dabei halfen, anschließend von dem See verschlungen wurden.

Wobei man sich dieses eher grausame Geschehen im strahlenden Sonnenschein sicher weniger gut als an einem nebligen Novembertag vorstellen kann.

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Nov 22 2009

Lohme – Königsstuhl – Sassnitz (2)

Autor: . Abgelegt unter Jasmund

Wir wandern auf dem Hochuferweg weiter nach Sassnitz, für den wir durch das ständige Bergauf und Bergab und die schönen Aussichten meist länger benötigen als sonst für einen 8 km langen Wanderweg. Einkehren können Sie in der Waldhalle bei den Wissower Klinken. Außerdem haben Sie die Möglichkeit am Kieler Ufer, am Hengst, in der Piratenschlucht und beim Parkplatz am Wedding zwischen Hochufer und Strand zu wechseln. Es kann dabei immer wieder einmal vorkommen, dass ein Abstieg wegen Rutschungen gesperrt ist.

Wenn Sie die Kreideküste von unten erleben wollen, können Sie auch am Königsstuhl absteigen und auf dem kiesigen und mit Feuersteinen durchsetzten Strand bis zum Kieler Ufer wandern und dann die Treppenanlage hinauf zum Hochuferweg benutzen.

Die Kreidefelsen sind ca. 70 Mill. Jahre alt und verdanken ihren Namen der geologischen Periode der Kreidezeit. Kreide besteht fast vollständig aus Kalziumkarbonat, ist also organischen Ursprungs. Es sind die Schalen und Gehäusereste von winzigen einzelligen Lebewesen, die während der Kreidezeit im Verlaufe von etwa 3 Mio. Jahren im Meer hunderte Meter hoch abgelagert wurden. 1 g Kreide besteht aus 50 000 Schalenresten.

Besonders schön ist die Aussicht von der Arndtsicht, doch wie stark sich die Kreideküste laufend verändert, konnte man vor einigen Jahren erleben, als die berühmten Wissower Klinken durch einen Kreideabrutsch ihrer Schönheit beraubt wurden.

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In Sassnitz können Sie noch die idyllische Altstadt mit vielen Beispielen der Bäderarchitektur besichtigen, die daran erinnern, dass der Ort um 1900 Rügens größtes, auch international bekanntes Seebad war. Seine Gäste wurden mit Luxus verwöhnt und genossen den Aufenthalt als gesellschaftliches Ereignis. Lang, lang ist es her. Heute ist Sassnitz mit seinen rund 15000 Einwohner in erster Linie ein industrielles Zentrum.

Wenn Sie noch Zeit haben oder nicht zu müde sind, haben Sie von der langen Mole einen schönen Blick auf Hafen und Stadt und können über eine moderne Brückenanlage zur Bushaltestelle aufsteigen, um mit dem Bus nach Lohme zu gelangen. Oder Sie genießen einfach das lebhafte Treiben am Fischereihafen.

Streckenlänge: ca. 19 km, stetes Auf und Ab, anstrengend, einige lange Treppenanlagen, kaum asphaltiert.

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Nov 16 2009

Lohme – Königsstuhl – Sassnitz (1)

Autor: . Abgelegt unter Allgemein

Wir starten am Parkplatz in Lohme und gehen zum Hochuferweg, dem wir bis zum Königsstuhl folgen können.

Wir benutzen allerdings meist den Abstieg zum Uferweg und wandern auf diesem knapp 2 km, dann steigen wir wieder zum Hochuferweg empor.

Vor dem Königsstuhl machen wir noch einen kurzen Abstecher zum Hertasee.

Sie können aber auch – etwas beschwerlich – auf dem sehr steinigen Strand zum Königsstuhl wandern. Hier geht es dann über 450 Stufen hoch zum Wahrzeichen der Kreideküste.

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Der 117 m hohe Königstuhl ist der berühmteste Felsvorsprung der Stubbenkammer, denn angeblich soll der schwedische König Carl XIII hier 1715 eine Seeschlacht zwischen seiner und der dänischen Flotte beobachtet haben und sich dazu ließ er sich einen Stuhl aufstellen.

Eine sagenhafte Erklärung, die uns besser gefällt, geht weiter in die Vergangenheit. Auf Rügen soll die Tradition geherrscht haben, einen Wettkampf um den Königsthron zu veranstalten, bei dem derjenige die Krone bekam, der am schnellsten den steilen Kreidefelsen hinaufgeklettert war und sich oben auf den dort platzierten Stuhl gesetzt hatte.

Den besten Blick auf den eben gezeigten Königsstuhl hat man von der Viktoriasicht, am schönsten ist es bei wolkenlosem Sonnenaufgang im Oktober.

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Nov 08 2009

Tee zelebrieren

Autor: . Abgelegt unter Einkehrtipps

In meinem Vollwertblog habe ich schon mehrmals über Tee und das Teetrinken geschrieben und auf Rügen gibt es so einige Teestuben, in denen man Tee genießen kann, aber im Binzer Koloniallädchen bekommt man nicht nur einen Pott oder ein Kännchen auf den Tisch gestellt, sondern die Herstellung wird zelebriert, wie ich es nur leicht übertrieben bezeichnen möchte.

Dem Gast wird ein Stövchen zum Warmhalten und eine passende Eieruhr auf den Tisch gestellt und man sieht, wie der lose Tee aus der großen Dose in ein Teesieb gefüllt wird, dann wird das Teesieb mit dem heißen Wasser gebracht und das Teesieb in das Wasser getaucht und die Eieruhr gestartet und man erhält die genaue Anweisung, wie lange der Tee ziehen soll, grüner Tee 2 min, schwarzer Tee 3 min und Kräutertee 10 min.

Danach folgt der Teegenuss, der noch durch leckere Muffins, eine excellente Sanddorntorte oder interessantes Kleingebäck noch erhöht wird.

Nur eins macht manchmal Probleme sich unter den 200 Teesorten zu entscheiden.

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Nov 04 2009

Lohme – Nardevitz – Kreidebrüche – Lohme

Autor: . Abgelegt unter Jasmund

Eine Wanderung, die im Frühjahr durch die vielen Frühlingsblumen und die freie Sicht aufs Meer besticht, vor allem im Bereich des Uferweges. Wir starten am westlichen Ortsausgang von Lohme auf einem Feldweg, von dem nach einigen hundert Meter der Uferpfad abzweigt und in unterschiedlicher Höhe der Uferkante folgt.

Wir steigen dann hoch nach Nardevitz, nur im Sommer sollten Sie dem Uferweg noch ein paar hundert Meter folgen, dann sehen Sie unzählige, bis zu 2 m hohe Schachtelhalme. Dann kehren Sie zum Aufstieg nach Nardevitz zurück. In Nardevitz gehen wir über die Hügelkette – im Frühsommer finden Sie häufig Rapsfelder oder Klatschmohn in den Getreidefeldern – nach Süden in Richtung Opferstein und Kreidebrüche.

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Oberhalb der Kreidebrüche haben wir einen herrlichen Ausblick über die Insel bis zum Kap Arkona und nach Hiddensee, im Süden sehen Sie den Kirchturm von Bergen.

Dann steigen wir hinab zum Lehrpfad im Kreidebruch Gummanz. Hier können Sie das 1998 eröffnete Museum Gummanzer Kreidebruch mit restaurierter Werkhalle besuchen. Im Museum erfährt der Betrachter alles über die Entstehung des weißen Goldes, wie Kreide auch genannt wird, und über die 200-jährige Geschichte des Abbaus, der Gewinnung und Verwertung der Kreide auf Rügen. Darüber hinaus erhält man einen Einblick in den technologischen Ablauf, da noch alte Schlemmbecken, die alte Transporttechnik sowie vielfältige Geräte der manuellen Kreidegewinnung zu bestaunen sind.

Auf einen abwechslungsreichen Wanderweg wird dem Besucher durch Hinweisschilder und Informationstafeln die im Kreidebruch vorhandene Flora und Fauna nahegebracht.

Vom Museum wir kehren in weitem Bogen über Poissen und Nipmerow nach Lohme zurück.

Streckenlänge: 18 km, An- und Abstiege, kaum asphaltiert

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