Sep 14 2009

Putgarden – Kap Arkona – Altenkirchen (1)

Autor: . Abgelegt unter Der windreiche Norden

3 leuchttürme Kopie

Wir stellen unser Auto am besten auf dem Großparkplatz am Rande von Putgarten auf Wittow ab, wenden uns aber nicht zum Dorf, sondern gehen am Ende des Parkplatzes nach links in Richtung Fernlüttkewitz, bei einem kleinen See wenden wir uns nach Norden zum Hochuferweg, dem wir dann Richtung Osten zum Gellort, dem nördlichsten Punkt der Insel, folgen.

Hier können wir zum Siebenschneiderstein an den Strand absteigen und am steinigen Strand nach Süden wandern und bei den Leuchttürmen von Kap Arkona über eine Treppe wieder aufsteigen oder nur wir genießen nur den Blick aufs Meer und gehen am Hochufer zu den Leuchttürmen, von den wir zumindest einen besteigen sollten, um die herrliche Aussicht zu genießen.

Der neuere Leuchtturm stammt von 1902 und ist 36 m hoch, er besitzt ein elektrisches. Leuchtfeuer, das 23 Seemeilen weit reicht. Der kleinere klassizistische, denkmalgeschützte „Alte“Leuchtturm, ein dreigeschossiger Backsteinbau mit quadratischem Grundriss ist 19 m hoch und wurde nach Plänen des berühmten Architekten Karl Friedrich Schinkel 1826-29 erbaut, er wird heute als Museum und Standesamt genutzt. Bis 1902 warnten 17 Rüböllampen, mit parabolischen Spiegeln versehen waren, die Schiffe.

Der Weg nach Vitt führt vorbei am Marinepeilturm, der 1927 für die Kriegsmarine eröffnet wurde und dient heute als Kunstmuseum und Atelier, vor der Jaromirsburg finden wir verschiedene Kunstwerke, die bei Bildhauersymposien entstanden sind, darunter ein modernes Bildnis des Slawengottes Swantevit mit seinen 4 Köpfen, die es ihm erlaubten nach allen 4 Seiten zu blicken.

Direkt an der Steilküste erhebt sich der Wall der ehemaligen slawischen Jaromarsburg. Ein breiter, 13 m hoher Hügel kennzeichnet die Lage der 1168 von den Dänen zerstörten Jaromarsburg bzw. ihres ehemaligen Burgwalls.

Der ursprünglich 200 m lange Wall im Westen der Burg bestand im unteren Teil aus Erde, worauf sich eine hölzerne Mauer erhob, die mit Erdschollen verstärkt war. Nach den drei anderen Himmelsrichtungen war die Festung auf natürliche Weise gegen Feinde abgesichert durch die Steilküste zum Meer.

Die hölzerne Festung der Jaromarsburg war in frühgeschichtlicher Zeit von den Slawen für ihr größtes Heiligtum, ein riesiges, hölzernes, bunt bemaltes Standbild ihres Hauptgottes Swantevit, errichtet worden.

Mit der Schleifung der wichtigsten Tempelburg der Slawen und der Vernichtung des hölzernen Götterbildes des Swantevit durch die dänischen Truppen unter König Waldemar I und Bischof Asalon von Roskilde begann die Christianisierung Rügens und der Untergang der slawischen Kultur.

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