Monatsarchiv für September 2009

Sep 29 2009

Altenkirchen – Glowe (2)

Autor: . Abgelegt unter Der windreiche Norden

 

Wir kommen zum Hafen des Fischerdorfes Breege am großen Breeger Bodden, der nahtlos in den Großen Jasmunder Bodden übergeht, und wandern weiter in Richtung Juliusruh.

Doch kurz bevor wir diesen Ort erreichen, biegen wir nach rechts ab, und gehen am zunächst stark mit Schilf bewachsenen Ufer des Großen Jasmunder Bodden nach Süden. Ein Bodden ist ein vom offenen Meer durch Landzungen abgetrenntes Küstengewässer.

Es folgt ein wunderschöner Wanderweg durch die Schaabe, eine 10 km lange, durch Sandanschwemmung entstandene Landzunge, die die Halbinsel Wittow und Jasmund miteinander verbindet und teilweise weniger als 1 km breit ist.

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Der Weg am Bodden bildet ein reizvolles Gegenstück zum Badestrand an der Ostsee. Man kann im Wald bis Glowe gehen, aber wir lieben die Abwechslung und wechseln dort, wo die Schaabe schmaler wird, also nach Großer Ort und dem langen Moor auf die andere Seite, um Glowe über den Strand zu erreichen.

Man kann auch von Breege bis an den Strand von Juliusruh gehen und dann am Strand der Schaabe Richtung Süden wandern und ggf. später zum Bodden wechseln.

Zuletzt gehen wir auf der Glower Promenade und kommen dann wieder zu unserem Auto. Auf der Rückfahrt kann man auf dem Tempelberg bei Bobbin das Abendrot und verschiedene die Anhöhe überfliegende Kranichschwärme beobachten.

Streckenlänge: ca. 21 km, flach, anfangs asphaltiert

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Sep 25 2009

Altenkirchen – Glowe (1)

Autor: . Abgelegt unter Der windreiche Norden

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Wenn wir diese Wanderung im Herbst machen, können wir auf der Fahrt nach Norden bei Sagard meist Kraniche beobachten, die entsprechende Zeit muss man bei der Planung der Wanderung berücksichtigen, vor allem, wenn man das Auto in Glowe abstellen will, um mit dem Bus nach Altenkirchen zu fahren.

In Altenkirchen sollte man auf alle Fälle die zweitälteste Kirche Rügens mit dem freistehenden Glockenturm aus dem 13. Jahrhundert besichtigen.

Die dreischiffige Hallenkirche gilt als Juwel unter den norddeutschen Backsteinkirchen. Hier wirkte Anfang des 19. Jahrhunderts der Pfarrer und Dichter Ludwig Theobul Kosegarten, der sich für die Befreiung der Bauern von der Leibeigenschaft einsetzte.

Auf einer kaum befahrenen Kopfsteinpflasterallee verlassen wir in Richtung Süden den Ort, schauen uns auf dem Friedhof, dessen Gräber mit Buchsbaum gesäumt sind, um und erleben im Sonnenschein das zarte Grün der frisch angesäten Felder, die einen schönen Kontrast zu den herbstlich gefärbten Bäumen ergeben.

Zwischen den Alleebäumen geben Sträucher immer wieder ein wenig Schutz vor dem Wind aus westlichen Richtungen 

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Sep 23 2009

Weitwandern auf Rügen

Autor: . Abgelegt unter Allgemein

Eigentlich sind wir ja Fern- und Weitwanderer, zwar gilt dies nicht unbedingt für eine Tagesetappe, die bei uns eher kurz ausfallen, und so fragt vielleicht der eine oder die andere. Rügen und Weitwandern passt nicht zusammen.

Doch das passt sehr gut, auf unsere ersten Inselwanderung sind wir mehr als 300 km gewandert, meist in Küstennähe und die Küstenlinie auf Rügen entspricht ungefähr der Entfernung Hamburg-München.

Auf unserer 2. Weitwanderung auf Rügen, der einzelne Etappen ich neben anderen hier im Blog noch vorstellen werden, waren es nur im Osten und Süden bis zum Rügendamm mehr als 200 km, da haben wir den Westen und Norden außen vor gelassen, denn dies war Teil unserer Fernwanderung Ostsee – Bodensee.

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Sep 20 2009

Es ist Zeit für die Vögel des Glücks

Autor: . Abgelegt unter Kraniche

Die Kraniche machen in den nächsten Wochen Rast auf Rügen und dem westlichen Festland vor der Insel und unterbrechen ihren Flug aus Russland und Skandinavien, um neue Kräfte zu sammeln für ihren Flug nach Spanien und Nordafrika.

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Wer dieses beeindruckende Naturschauspiel erleben will, sollte in den nächsten gut 4 Wochen Rügen oder die Gegend westlich von Stralsund besuchen, denn dort sind dann mehrere 10 000 Kraniche zu sehen, wenn man weiß, wo man sie findet.

Erleben Sie selbst die Faszination der Kraniche und sie werden immer wieder kommen.

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Sep 18 2009

Putgarten-Kap Arkona-Altenkirchen (3)

Autor: . Abgelegt unter Der windreiche Norden

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Bald erreichen wir das beeindruckende Großsteingrab von Nobbin. Es handelt sich um ein trapezförmiges, in Nordost-Südwest-Richtung orientiertes Hünenbett.

Die Längsseiten sind nahezu komplett erhalten, an der nordöstlichen Schmalseite fehlen dagegen die meisten Steine. Auffallend ist die Südwest-Seite mit zwei beeindruckenden, großen Wächtersteinen.

Bald müssen wir den Uferweg verlassen, um den Weg nach Altenkirchen zu finden.

Man kann auch einen mehr oder weniger langes Teilstück direkt an der Wasserlinie wandern, allerdings ist das Gehen auf Kiesel- und Feuersteinen nicht gerade bequem und die Auf- und Abgänge zwischen Weg und Strand sind keine offiziell genehmigte, aber mit etwas Vorsicht kann man welche wählen, die weder gefährlich sind, noch die Natur zu sehr beanspruchen.

Streckenlänge: ca. 19 km, überwiegend flach, teilweise asphaltiert

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Sep 16 2009

Putgarden-Kap Arkona-Altenkirchen (2)

Autor: . Abgelegt unter Der windreiche Norden

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Nach ca. 1,5 km auf dem Hochuferweg erreichen wir die kleine achteckige, weiß getünchte, unter Denkmalschutz stehende Kapelle von Vitt, die der Pfarrer Kosegarten 1806 erbauen ließ.

Ursprünglich hielt er im Freien seine berühmten Uferpredigten für die Fischer, wenn diese nicht nach Altenkirchen in die Kirche kommen konnten, weil sie bereit sein wollten, wenn die Heringsschwärme eintragen. Um nicht Wind und Wetter ausgesetzt zu sein, veranlasste Kosegarten den Bau der Kirche.

Von hier aus schlängelt sich der Weg durch die 13 reetgedeckten Häusern des denkmalgeschützten kleinen Dorfs Vitt, das wie eine verwunschenes Märchendorf in einer von Bäumen bewachsenen Schlucht liegt, zum kleinen alten Fischerhafen.

Der kleine, heute eher putzig wirkende Hafen mit einem Steg für die Fischerboote blickt auf eine lange bedeutende Geschichte zurück – ihm hat der Ort sogar seine Existenz zu verdanken, denn hier befand sich schon im 12./13. Jh. ein großer Fischfang- und Fischhandelsplatz, eine Vitte, wie man die Heringsfangplätze im Mittelalter nannte. Da vor der Küste Rügens große Heringsschwärme vorkamen, entstanden an den Ufern der Halbinsel Wittow vier dieser Vitten, wo der Heringsfang auch gleich gesäubert und gesalzen wurde. Noch heute wird in der Saison am Hafen auf traditionelle Weise Fisch in großen fassförmigen Tonnenöfen geräuchert und zum Verkauf angeboten.

Wer nur eine kurze Wanderung machen, kann von der Uferkapelle auf asphaltierten Weg nach Putgarten zurückkehren und dies mit einem Besuch im Rügenhof verbinden.

Wir gehen allerdings auf einem ufernahen Weg nach Südwesten, dies kann mitunter sehr anstrengend sein, wenn nämlich eine scharfe Brise aus Westen bläst. Bei einigen Häusern am Weg gibt es mitunter eine „Kleine Rast“ mit einigen Stühle und Tische auf einem kleinen Rasenstück am Steilufer.

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Sep 14 2009

Putgarden – Kap Arkona – Altenkirchen (1)

Autor: . Abgelegt unter Der windreiche Norden

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Wir stellen unser Auto am besten auf dem Großparkplatz am Rande von Putgarten auf Wittow ab, wenden uns aber nicht zum Dorf, sondern gehen am Ende des Parkplatzes nach links in Richtung Fernlüttkewitz, bei einem kleinen See wenden wir uns nach Norden zum Hochuferweg, dem wir dann Richtung Osten zum Gellort, dem nördlichsten Punkt der Insel, folgen.

Hier können wir zum Siebenschneiderstein an den Strand absteigen und am steinigen Strand nach Süden wandern und bei den Leuchttürmen von Kap Arkona über eine Treppe wieder aufsteigen oder nur wir genießen nur den Blick aufs Meer und gehen am Hochufer zu den Leuchttürmen, von den wir zumindest einen besteigen sollten, um die herrliche Aussicht zu genießen.

Der neuere Leuchtturm stammt von 1902 und ist 36 m hoch, er besitzt ein elektrisches. Leuchtfeuer, das 23 Seemeilen weit reicht. Der kleinere klassizistische, denkmalgeschützte „Alte“Leuchtturm, ein dreigeschossiger Backsteinbau mit quadratischem Grundriss ist 19 m hoch und wurde nach Plänen des berühmten Architekten Karl Friedrich Schinkel 1826-29 erbaut, er wird heute als Museum und Standesamt genutzt. Bis 1902 warnten 17 Rüböllampen, mit parabolischen Spiegeln versehen waren, die Schiffe.

Der Weg nach Vitt führt vorbei am Marinepeilturm, der 1927 für die Kriegsmarine eröffnet wurde und dient heute als Kunstmuseum und Atelier, vor der Jaromirsburg finden wir verschiedene Kunstwerke, die bei Bildhauersymposien entstanden sind, darunter ein modernes Bildnis des Slawengottes Swantevit mit seinen 4 Köpfen, die es ihm erlaubten nach allen 4 Seiten zu blicken.

Direkt an der Steilküste erhebt sich der Wall der ehemaligen slawischen Jaromarsburg. Ein breiter, 13 m hoher Hügel kennzeichnet die Lage der 1168 von den Dänen zerstörten Jaromarsburg bzw. ihres ehemaligen Burgwalls.

Der ursprünglich 200 m lange Wall im Westen der Burg bestand im unteren Teil aus Erde, worauf sich eine hölzerne Mauer erhob, die mit Erdschollen verstärkt war. Nach den drei anderen Himmelsrichtungen war die Festung auf natürliche Weise gegen Feinde abgesichert durch die Steilküste zum Meer.

Die hölzerne Festung der Jaromarsburg war in frühgeschichtlicher Zeit von den Slawen für ihr größtes Heiligtum, ein riesiges, hölzernes, bunt bemaltes Standbild ihres Hauptgottes Swantevit, errichtet worden.

Mit der Schleifung der wichtigsten Tempelburg der Slawen und der Vernichtung des hölzernen Götterbildes des Swantevit durch die dänischen Truppen unter König Waldemar I und Bischof Asalon von Roskilde begann die Christianisierung Rügens und der Untergang der slawischen Kultur.

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Sep 13 2009

Vorschau

Autor: . Abgelegt unter Wanderungen

Im Folgenden möchten wir Ihnen unsere Lieblingswanderungen auf Deutschlands schönster Insel vorstellen. Dabei beginnen wir ganz im Norden auf Kap Arkona und gehen überwiegend im Osten der Insel, also über die Kreideküste und die wichtigsten Badeorten nach Süden.

Wir wandern auf Mönchgut  und wenden uns danach nach Westen, besuchen Putbus und erreichen schließlich  die neue  Rügenbrücke bei Altefähr.

Dazu kommen noch einige Wanderungen in Zentralrügen und im Westen.

Bei jeder Wanderung gebe ich Ihnen Hinweise auf die ungefähre Streckenlänge, die topografische Gegebenheiten sowie der Wegbeschaffenheit.

Zum Schluss geben wir Ihnen noch einige Tipps, wie Sie die Streckenwanderungen – nicht nur auf Rügen – richtig planen können.

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Sep 11 2009

So fing alles an

Autor: . Abgelegt unter Allgemein

1993 waren wir erstmals auf Rügen, es sollte der Start einer Wanderung durch die damals neuen Bundesländer werden und wir hatten zunächst 2 Wochen für die Insel veranschlagt, doch erst nach mehr als 3 Wochen haben wir die Insel umrundet und da war der Urlaub vorbei.

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Im folgenden Jahr wanderten wir 2 Wochen auf Usedom und statt endlich die Fernwanderung zu beginnen, besuchten wir wieder Rügen.

Das dritte Jahr brachte uns unserer Wanderung auch nicht näher, denn Rügen, Usedom und der Darß standen dann auf dem Programm.

Im darauf folgenden Jahr besuchten wir im Urlaub Rügen bewusst nicht, denn sonst wären wir wieder nicht losgewandert und wir starteten in Stralsund am Rügendamm und es fiel uns ziemlich schwer, der Insel nicht wenigstens einen Kurzbesuch abzustatten, aber der wäre dann möglicherweise zu lange ausgefallen.

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Sep 09 2009

Rügen zu jeder Jahreszeit

Autor: . Abgelegt unter Allgemein

Als langjährige Rügenbesucher werden wir oft gefragt: Wann lohnt es sich eigentlich die Insel zu besuchen? und unsere Antwort lautet: Eigentlich immer, zumindest gilt dies von Februar bis Dezember, wie wir aus eigenem Erleben wissen, im Januar haben wir es aus Termingründen leider noch nicht auf die Insel geschafft. Doch wann ist sie am schönsten?

Im Februar (gilt übrigens auch für die anderen Wintermonate) können Sie, wenn Sie Glück haben, ein Wintermärchen erleben, die weißen Gipfel der Zickerschen Alpen, die verschneiten Wälder der Granitz oder der Stubbenkammer und das noch weißere Weiß der Kreidefelsen oder auch, allerdings viel seltener, die Eiswälle am Strand.

Der Frühling im März und April mit den weißen Teppichen aus Buschwindröschen in der Granitz und der Stubbenkammer und den unzähligen anderen Frühlingsblumen oder manchmal noch die Eisreste am Strand nach einem harten Winter.

Der Frühsommer im Mai und Juni mit der gelben Pracht des Rapses, dem Rot des Klatschmohns und dem weißen Blütenmeer aus Bärlauch im Putbuser Park.

Der Sommer mit den herrlichen Bademöglichkeiten an den feinen Sandstränden und den schönen, schattigen Wanderungen in den dichten Laubwäldern der Insel.

Der Herbst mit seiner goldenen Färbung, der klaren Sicht und den Licht/ Schattenspielen besonders auf Mönchgut und natürlich das Schauspiel der Kraniche.

Melancholisch dann die letzten Monate des Jahres, die stürmischen Winde und hohen Wellen geben ein ganz anderes, aber sehr interessantes Bild.

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Uns fällt die Wahl schwer und wir möchten keinen Monat missen, doch im März/April sind wir häufig und im Oktober sind wir immer auf Rügen.

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