Aug 25 2010

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Lietzow – Binz (2)

Abgelegt unter Ostseebäder

Wenn wir die ersten Häuser des Kolosses von Prora erreichen, verlassen wir den Strand, um diese gigantische Ferienanlage, die im 3. Reich begonnen, aber zu Beginn des 2. Weltkriegs wurden die Bauarbeiten eingestellt und das Projekt daher nie fertiggestellt, näher in Augenschein zu nehmen. Einige der 500 m langen Häuser, die vorgesehenen Verbindungsbauten wurden nicht mehr gebaut, sind nur noch Ruinen, andere sind zwar fast fertig, aber werden nicht genutzt und nur wenige Teile werden z.B. als Museen genutzt, wobei diese durch wechselnde Konzepte und auch Eigentümerwechsel immer in ihrem Bestand gefährdet sind.

Am vielleicht schönsten Sandstrand Rügens erreichen wir das größte Ostseebad Binz.

Strandpromenade Binz ©walker

Strandpromenade Binz ©walker

Das 1318 als Fischerdorf Byntze erstmals urkundlich erwähnt wurde. Den Aufschwung vom verschlafenen Dorf zum meistbesuchten Seebad auf der Insel Rügen verdankt Binz dem Fürsten zu Putbus. Um 1830 baden seine Gäste an der Mündung des kleinen Flüsschen Ahlbeck. Aufgrund fehlenden Wellengangs in Lauterbach, ließ der Fürst am Strand der Prorer Wiek Badebrücken bauen. In Schilfhütten und Badekarren konnten seine Gäste sich entkleiden und wurden in den Badekarren von Pferden ins Wasser gezogen. Die um die Jahrhundertwende entstandenen Hotels und Villen im Stil der Bäderarchitektur prägen das Ortsbild von Binz. Die vornehmlich zwischen 1890 und 1910 errichteten Villen, Pensionen und Hotels zeichnen sich durch reich ornamentierte, weiße Holzfassaden, Türmchen, Erker und viele Wintergärten und Balkonvorbauten mit Holzschnitzereien aus.

Vor wenigen Jahren wurde das Kurhaus als Wahrzeichen von Binz komplett renoviert. Das Haus besteht aus einem länglichen Hauptbau und zwei Seitenflügeln, denen an der Spitze jeweils zwei Geschosse aufgesetzt sind. Durch die abschließenden Zeltdächer wirken sie wie kleine Türme, besonders interessant wirkt Binz, wenn man den Ort von der Seebrücke aus betrachtet.

Streckenlänge: ca. 20 km, flach, kaum asphaltiert,

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Aug 11 2010

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Bäderarchiktur auf Rügen

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Bäderarchitektur auf Rügen ©walker

Bäderarchitektur auf Rügen ©walker

Unter dem Begriff „Bäderarchitektur“ werden die meist um 1900 entstandenen Häuser auf Rügen, Usedom und der östlichen Ostseeküste zusammengefasst, die zumeist geprägt sind durch ihre reich verzierten, weißen Holzbalkonen oder (heute) verglasten Veranden.

Diese ziehen sich meist über die gesamte Fassade und wirken wie ein Vorhang vor dem eigentlichen Haus.

Die zeitliche Nähe zum Jugendstil kann man neben dem reichen Ornamentschmuck auch an verspielten Erkern, Türmchen und Dachreitern und einer abwechslungsreichen Dachlandschaft erkennen.

Da es für die Pensionshäuser noch keine Vorbilder gab, holten sich die Baumeister Anregungen aus vielen Stilepochen und Kulturkreisen und die vielen Gestaltungsmöglichkeiten lassen heute ein Schlendern auf den Strandpromenaden zum Genuss werden.

Leider sind nicht alle Sanierungen, die nach der Wende durchgeführt wurden, gelungen und gerade Holzbalkone haben unter der nicht immer sachgerechten Ausführung gelitten und müssen heute erneut saniert werden, nicht gerade zur Freude der Investoren. Dabei zeigt sich der Trend die Konstruktion heute eher aus weiß gestrichenen Stahlstützen herzustellen.

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Jul 30 2010

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Sorry für die Pause

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Leider habe ich derzeit nur wenig Zeit für den Blog, denn durch einen Serverausfall sind mir 3 websites komplett abhanden gekommen und ich muss alle Inhalt und das Design neu aufbauen und ich hoffe, dass ich so Mitte nächster Woche hier wieder weiterbloggen kann

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Jul 12 2010

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Lietzow – Binz (1)

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Wieder starten wir in Lietzow und gehen kurz am kleinen Jasmunder Bodden entlang, ehe wir durch ein kleines Waldstück, die berühmten Feuersteinfelder erreichen, eine geologische Besonderheit, die es sich anzusehen lohnt.

Feuersteinfelder ©walker

Feuersteinfelder ©walker

Die Feuersteinfelder bei Mukran sind einzigartig an der deutschen Ostseeküste. Sie liegen, teilweise bis zu 4 m dick, zwischen Mukran und Prora im Nordteil der schmalen Heide und sind ein bekanntes Ausflugsziel. Sie werden auch das „Steinerne Meer“ genannt und haben eine Fläche von 40 ha, bei einer Breite von 200 m und einer Länge von 2 km.

Feuersteine wurden und werden auch heute noch vom Meer aus den Kreideabbrüchen, z.B. auf der Halbinsel Jasmund ausgewaschen. Aus den feinen Teilen entstand der wunderschöne weiße Sandstrand der Prorer Wiek. Die schweren Findlingsblöcke blieben vor der Steilküste liegen. Die Feuersteine rollte die See bei starken Stürmen auf dem Meergrund entlang. Während einer Serie von starken Sturmfluten vor etwa 3.500 bis 4.000 Jahren wurden die Steine dann an diesem Ort angelagert.

1840 wurde die schmale Heide mit einem Kiefernwald bepflanzt, der heute die Feuersteinfelder eng umrahmt. Seit 1935, als das Gebiet unter Naturschutz gestellt wurde, konnten sich viele Bäume, Sträucher und weitere Pflanzenarten ungestört entwickeln. Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts und zuletzt von Mitte der 70er-Jahre bis Anfang der 90er-Jahre des 20. Jahrhunderts wurde durch teilweise Einzäunung und Wildbesatz versucht, die ca. 14 offen liegenden Feuersteinwälle vor einer zu starken Entwicklung der Vegetation zu schützen.

Wir durchqueren die Feuersteinfelder der Länge nach Richtung Süden, denen sich eine Heidelandschaft anschließt, ehe wir zum Strandwald und zum Strand wechseln und entlang der Proraer Wiek direkt am Wasser nach Süden wandern.

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Jun 18 2010

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Kartitz – Bergen

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Am besten fahren wir am Morgen mit dem Bus von Bergen nach Kartitz und werfen dort zunächst einen Blick auf die einzige barocke Gutsanlage auf Rügen mit der schönen Parkanlage.

Dann wenden wir uns nach Süden und folgen dem Feldweg zu den Woorker Berge. Das eindrucksvolle Hügelgräberfeld von Woorke (slawisch: Hügelchen) ist das größte zusammenhängende Hügelgräberfeld Norddeutschlands und erstreckt sich auf einem sandigen Hügelkamm im Grenzgebiet von Woorke, Patzig und der Wüstung Klein Banzelvitz. Die Durchmesser der Hügel liegen im Durchschnitt bei 30 m, die Höhe bei 6 m. Aus Grabungen Anfang des 19. Jahrhunderts blieb heute nur noch eine Keramikschale erhalten, die der slawischen Zeit (800-1200 n. Chr.) angehört.

Wir durchqueren den Ort Patzig, wo man ein kleines Mühlenmuseum mit einer Motormühle als technisches Denkmal besichtigen kann und gehen entlang des östlichen Ufers des Nonnensees nach Bergen.

Streckenlänge: ca. 11 km, flach, teilweise asphaltiert

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Jun 09 2010

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Das Entstehen der Sandskulpturen

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kann man ganz bequem von zu Hause am Bildschirm verfolgen, denn eine Live-Webcam bringt alle 5 min neue Bilder ins Netz.

Ich habe mir die Seite unter meinen Favoriten abgelegt und werde immer wieder, aber sicher nicht alle 5 min, einen Blick darauf werfen, obwohl dies natürlich nur ein schwacher Ersatz für einen Rügenaufenthalt darstellt.

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Mai 31 2010

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Rügens Aussichtstürme: Turm Hotel Hanseatic

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Turm Hotel Hanseatic Göhren ©walker

Turm Hotel Hanseatic Göhren ©walker

Wer Rügen von oben betrachten will, der kann dies von verschiedenen Türmen aus machen, gerne sehe ich vom Aussichtsturm des Hotel Hanseatic über Göhren hinweg in Richtung Binz und Kreideküste oder

in Richtung Mönchgut, einem unserer Lieblingsplätze auf der Insel.

Besonders angenehm für faule Menschen, man kann die größte Höhe mit dem Lift überwinden und sich nach den Anstrengungen der wenigen Stufen im Cafe erholen.

Göhren und Mönchgut

Göhren und Mönchgut

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Mai 20 2010

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8000 Tonnen Sand werden zu Skulpturen

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Das zumindest wollen 55 namhafte Künstler Juni auf Rügen schaffen und ab 13. Juni ist das Sandskulpturen Festival Rügen in Neddesitz für Gäste und Einheimische zu besichtigen.

Die Skulpturen sollen sich insbesondere mit Seeräubern, alten Koggen und natürlich dem Meer beschäftigen.

Sicher ein weiterer Grund für einen Rügenbesuch.

Weitere Infos finden Sie hier

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Mai 13 2010

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Ralswiek – Neuenkirchen

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schloss ralswiek ©walker

schloss ralswiek ©walker

Eine Wanderung, die man am besten außerhalb der Zeit der Störtebecker-Festspiele durchführt, da man sonst etwas Probleme mit dem Parken in Ralswiek hat. Kurz gehen wir zum Jasmunder Bodden, dann durch den Schlosspark und am Schloss vorbei im Wald aufwärts.

Nach einer kurzen Strecke auf der Straße folgen wir einem Wanderweg nach Norden und kommen wieder in Boddennähe. Über Moiselbritz erreichen wir den Campingplatz Banzelvitzer Berge, den wir entweder durchqueren oder auf der Landseite umgehen.

In den Banzelvitzer Bergen dominieren Stieleiche, Hasel und Vogelkirsche. Ein Steilhangwald steht auf dem inaktiven Kliff am Großen Jasmunder Bodden. Hier brüten auch Uferschwalben in kleinen Kolonien, während Grauammer, Neuntöter und Sperbergrasmücke zu den Brutvögeln der Banzelvitzer Berge zählen.

Über eine schmale Landzunge, die den Großen Jasmunder Bodden vom Tetzitzer Bodden trennt, erreichen wir die Halbinsel Liddow, auf der die Fernsehserie „Robbie“ gedreht wurde.

Der 568 Hektar große Tetzitzer See prägt das seit 1990 unter Naturschutz stehende Gebiet. Er ist durch den Liddower Strom mit den Boddengewässern verbunden. Die Seeufer haben einen nahezu geschlossenen Schilfröhrichtsaum, der im Süden seine größte Ausdehnung aufweist. Der Tetzitzer See hat als Rastgewässer große Bedeutung.

Wir überqueren den Liddower Strom und erreichen auf der Straße unser heutiges Ziel, Neuenkirchen. Die Neuenkirchener Kirche besitzt das älteste noch erhaltene, aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts stammende Glockenspiel auf Rügen.

Streckenlänge: ca. 14 km, überwiegend flach, im Bereich der Banzelvitzer Berge etwas hügelig, teilweise asphaltiert.

Varianten

Man kann die Wanderung auch in Moiselbritz oder Kartitz beginnen. Vor den Banzelvitzer Bergen lohnt auch ein Abstecher nach Rappin. Mit dem Bau der Backsteinkirche wurde bereits um 1300 begonnen, interessant das kreuzrippgengewölbte Langhaus mit einer Kalksteintünfte aus den den Anfängen der Kirche und der erst um 1635 erbaute hölzerne Glockenturm.

Kirche Rappin ©walker

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Mai 05 2010

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Rügendamm bis Ende 2011 gesperrt

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Seit dieser Woche ist der Rügendamm voraussichtlich bis Ende 2011 wegen den Sanierung für den Autoverkehr gesperrt und man muss die neue Rügenbrücke oder die Stahlbroder Fähre benutzen, um auf meine Lieblingsinsel zu kommen. Größere Staus als bisher sind kaum zu erwarten, sagen die Verkehrsbehörden, wenn sie sich da nicht mal täuschen.

Die Bahn verkehrt immer noch über den Damm und auch Radfahrer und Fußgänger können trotz der Bauarbeiten von Stralsund nach Rügen gelangen und umgekehrt.

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